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Unikliniken Magdeburg und Halle rechnen mit Verlusten in Millionenhöhe

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Unikliniken Magdeburg und Halle rechnen mit Verlusten in Millionenhöhe
close up hand business man accounting calculate calculator expenses with savings money coins stacked row with hand putting coins Coins drop into piggy bank. concept Write Finance accounting. © GettyImages/Rattankun Thongbun

Die Unikliniken Magdeburg und Halle rechnen mit jeweils etwa 100 Millionen Euro Verlusten wegen der Coronakrise. Durch das Freihalten von Betten für Covid-19-Patienten seien ihnen einerseits Einnahmen entgangen, andererseits seien für Sicherheitsmaßnahmen wie Tests des Personals zusätzliche Ausgaben angefallen, berichteten die Klinikleitungen der Häuser am Mittwoch bei einer öffentlichen Sitzung des Finanzausschusses.

Die Uniklinik Halle könne wahrscheinlich bis Jahresende nicht in den Regelbetrieb zurückkehren, sagte der Ärztliche Direktor, Thomas Moesta. Im besten Fall könne der Betrieb auf 90 Prozent des Normalaufkommens hochgefahren werden, sagte er und begründete das unter anderem mit einzuplanenden Krankheitsfällen und Quarantänemaßnahmen beim Personal. Im schlimmsten Fall könnte der Finanzbedarf bei 60 oder 100 Millionen Euro liegen.

Der Uniklinik Magdeburg könnten nach eigenen Angaben am Jahresende 129 Millionen Euro fehlen, davon 30 Millionen wegen bisher nicht ausgeglichener Einnahmeverluste durch die Corona-Krise. Das Magdeburger Haus fahre den Betrieb derzeit auf etwa 50 Prozent der regulären Belegung, sagte Kerstin Stachel aus dem Vorstand der Uniklinik. Hunderte Betten seien frei, oder gesperrt, weil Zimmer maximal mit zwei Patienten belegt werden könnten. Zwar erhalte das Klinikum eine Pauschale vom Bund für freigehaltene Betten. Die nicht kompensierten Einnahmeverluste beliefen sich jedoch auf derzeit 80 000 Euro pro Tag. "Es ist kein Geheimnis, dass wir ein Sanierungsfall sind", sagte Stachel über die Situation der Magdeburger Uniklinik. Geplante Einsparungen beim Personal seien wegen der aktuellen Corona-Pandemie jedoch zunächst aufgeschoben worden.

Autor

 Lena Reseck

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