Die stationäre Versorgung im Landkreis Lindau steht vor grundlegenden Weichenstellungen - der Kreistag diskutiert mehrere Lösungen. Grundsätzlich halte das bayerische Gesundheitsministerium ein Krankenhaus im Landkreis weiterhin für notwendig, berichtet die Schwäbische Zeitung. Offen sei jedoch, welche Leistungen die Asklepios Klinik künftig anbieten kann.
Eine mögliche Lösung sei ein länderübergreifender Neubau, der die Kliniken Lindau und Wangen ersetzen würde. Da Baden-Württemberg dem bislang nicht zugestimmt hat, verfolge der Landkreis parallel die Variante eines Klinikneubaus. Ein externer Gutachter schätzte die Kosten dafür auf 150 Millionen Euro. Die Alternative, eine Generalsanierung des Bestandsgebäudes, würde laut Asklepios-Regionalgeschäftsführer Felix Rauschek rund 40 Millionen Euro kosten.
Uneins sei sich der Lindauer Kreistag in der Standortfrage. Kreisräte aus dem Westallgäu plädierten für einen zentraleren Standort, Vertreter aus Lindau verweisen auf die höhere Bevölkerungsdichte vor Ort.
Eine Entscheidung muss letztlich der Freistaat Bayern treffen, der Neubauten derzeit mit 70 Prozent fördert.
res
