Die AOK hat die Hybrid-DRG-Fälle des Jahres 2024 analysiert und kommt zu einem alarmierenden Ergebnis: Wenn das Vergütungssystem so bleibt, sorgt es für mehr Kosten als bisher. Eigentlich sollte das Gegenteil eintreten.
Im OEDC-Vergleich werden bisher in Deutschland Ambulantisierungspotenziale nicht ausreichend umgesetzt, was mit prozentual hohen Gesundheitsausgaben korreliert. Ziel der Einführung der Hybrid-DRGs war, die Ambulantisierung in Deutschland zu beschleunigen. Für das Jahr 2024 wurden fünf Leistungsbereiche festgelegt, für die Krankenhäuser und Vertragsärzteschaft einheitliche sektorenunabhängige Fallpauschalen (Hybrid-DRGs) erhalten.
Weiteres Ziel des Gesetzgebers war die Entlastung des in den Krankenhäusern tätigen Pflegepersonals, ohne die Qualität der medizinischen Versorgung einzuschränken. Wir haben den Effekt der Einführung der Hybrid-DRG-Vergütung anhand bundesweiter GKV-Routinedaten der AOK der Jahre 2023 und 2024 analysiert.
Dargestellt werden die Fallzahlen für die fünf Leistungsbereiche der ersten Stufe der Hybrid-DRG-Einführung und der Effekt auf die Ausgaben (insgesamt sowie nach Sektor). Um Rückschlüsse auf die GKV zu ziehen, wurden die Daten auf Basis der KM6-Statistik nach Alter, Geschlecht und KV-Region standardisiert und auf die gesamte GKV hochgerechnet.
Anteil ambulant erbrachter Fälle stieg auf 49 Prozent
Wir betrachteten Hybrid-DRG-Fälle an Krankenhäusern nur dann als ambulant erbracht, wenn keine Übernachtung im Krankenhaus stattfand. Alle anderen Hybrid-DRG-Fälle der Krankenhäuser benötigen weiterhin Strukturen der stationären Versorgung ebenso wie die nach DRG abgerechneten Fälle.
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