Die Saarländische Krankenhausgesellschaft hat ein Patientenportal für ihre Kliniken bauen lassen. Auch Kliniken aus dem Nachbarbundesland sind angeschlossen.
Elf Kliniken aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz haben ein gemeinsames Patientenportal eingeführt. Wie kam es zu dieser Initiative?
Die Idee entstand in der Arbeitsgemeinschaft Digitalisierung der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG). Mit dem Inkrafttreten des Krankenhauszukunftsgesetzes kam die Idee auf, das Patientenportal gemeinsam zu planen und auszuschreiben.
Das Patientenportal bietet eine datenschutzkonforme Kommunikation zwischen Patienten und Kliniken. Was kann das Portal?
Die Patienten können das Portal vor, während und nach ihrer Krankenhausbehandlung nutzen. Das heißt, die Patienten können bequem von zu Hause online Termine buchen und verwalten. Sie erhalten vorab digital Formulare zum Behandlungstermin (zum Beispiel Anamnesebogen, Information zur Behandlung). Umgekehrt können die Patienten oder der einweisende Arzt der Klinik digital Befunde oder Einweisungsscheine hochladen. Niedergelassene Ärzte können über ein Leistungserbringerportal Dokumente für Patienten hochladen oder Termine anfragen. Die Patienten haben rund um die Uhr Zugriff auf Behandlungsinformationen und je nach Klinik steht ein Klinikleitsystem zur Verfügung. Angehörige können nach Einverständnis der Patienten mit einbezogen werden, sodass diese immer auf dem neuesten Stand der Behandlung sind. Nach der Behandlung haben die Patienten die Möglichkeit, Dokumente herunterzuladen.
Welche Fachbereiche sind bisher angebunden und was soll noch dazukommen?
Die elf Kliniken beginnen zuerst mit ein bis zwei Pilotfachabteilungen. Geplant ist, nach und nach alle Fachabteilungen der beteiligten Kliniken anzubinden.
Wo wird das Portal betrieben?
Für jede Klinik gibt es einen eigenen Portalauftritt (welche sicher in getrennten Servern betrieben werden und für die jede Klinik selbst verantwortlich ist). Vorgeschaltet ist ein Metaportal, über das die einmalige Registrierung und Anmeldung für alle Kliniken stattfindet. Das Metaportal wird in gemeinschaftlicher Verantwortung betrieben.
Ist die Mitgliedschaft weiterer Krankenhäuser angedacht?
In Planung ist die zeitnahe Anbindung auch der restlichen saarländischen Kliniken.