Ambulantisierung entwickelt sich zunehmend zu einem eigenen strategischen Feld. Kliniken sind im Zugzwang, aber oft fehlt ihnen ein Konzept.
Das stationäre Geschäft steht unter Druck, während ambulante Leistungen an Bedeutung gewinnen. „Wir sind in einem offensichtlich schrumpfenden Markt unterwegs“, beschreibt Gesundheitsökonom Jan Hacker auf dem DRG|FORUM in Berlin die Ausgangslage. Gleichzeitig entsteht dort, wo Leistungen ambulant erbracht werden, ein zunehmend attraktiver Markt.
Ambulantisierung ist politisch gewollt, medizinisch sinnvoll und ökonomisch perspektivisch relevant. Doch über Jahrzehnte hinweg wurden Prozesse, Strukturen und Anreizsysteme auf die stationäre Versorgung ausgerichtet. Der ambulante Bereich folgt anderen Regeln, denn anders als im stationären Setting zählen hier vor allem Geschwindigkeit, Standardisierung und eine hohe Taktung. Leistungen müssen effizient organisiert, Ressourcen eng gesteuert und Abläufe präzise abgestimmt werden. Krankenhäuser tun sich damit schwer.
Definierte Abläufe fehlen
Was im niedergelassenen Bereich eingespielt ist, muss im Krankenhaus erst aufgebaut werden. Das beginnt bei scheinbar einfachen Fragen:
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