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Weißbuch Patientensicherheit

Ersatzkassen wollen strengere Hygiene-Vorgaben

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Die Maßnahmen zur Hygiene in Krankenhäusern sollen nach den Vorstellungen des Verbands der Ersatzkassen (vdek) weiter ausgebaut werden. Bislang fehle es an einer verbindlichen bundeseinheitlichen Hygiene-Richtlinie, kritisieren der vdek und das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS). Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) solle daher verpflichtet werden, zusammen mit dem Robert-Koch-Institut eine Richtlinie mit verbindlichen Mindestanforderungen zur Struktur- und Prozessqualität zu entwickeln. Es gebe bereits viele gute Initiativen, um die Hygiene zu verbessern, es fehle aber noch die Verbindlichkeit, sagte die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner heute in Berlin. Sie stellte mit der APS-Vorsitzenden Hedwig François-Kettner und dem Mediziner Matthias Schrappe von der Universität Köln das „Weißbuch Patientensicherheit“ vor.

Änderungen sind nach Ansicht von vdek und APS auch beim Thema Fehlermanagement in den Kliniken notwendig. Bisher sind bereits für alle Kliniken interne Fehlermeldesysteme verpflichtend. So erfassen Kliniken unerwünschte Ereignisse und werten sie aus. Künftig sollten diese Systeme auch einrichtungsübergreifend verpflichtend werden, fordern vdek und APS. Bislang beteiligten sich daran nur ein Drittel der Krankenhäuser, so Ulrike Elsner. Auch beim Thema Register drängen vdek und APS auf mehr Verbindlichkeit. Zum einen beim bereits bestehenden Endoprothesen-Register. Hier würden bislang 700 von 1.200 möglichen Krankenhäusern teilnehmen, so Elsner. Zum anderen auch mit Blick auf das geplante Implantate-Register. Hierzu soll bald ein Gesetzentwurf vorliegen. Auch beim Implantate-Register solle die Teilnahme für Hersteller, Kliniken und Krankenkassen verpflichtend werden, so Elsner. Pflegedienste, Kliniken und alle weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens sollten zudem künftig gesetzlich verpflichtet werden, Verantwortliche für Patientensicherheit einzusetzen, fordern APS und vdek.

Aus dem Weißbuch Patientensicherheit gehe hervor, dass in Sachen Patientensicherheit in den vergangenen Jahren schon einiges erreicht worden sei – so gebe es beispielsweise Fehlermeldesysteme oder ein verpflichtendes Qualitätsmanagement in Kliniken. Schrappe sieht jedoch weiterhin Verbesserungsbedarf. Laut Hochrechnungen komme es immer noch zu 20.000 vermeidbaren Todesfällen pro Jahr in Krankenhäusern, heißt es in dem Weißbuch.

Autor

 Hendrik Bensch

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