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Eckpunktepapier

Bundesgesundheitsministerium will Geburtshilfe stärken

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Das Bundesgesundheitsministerium will die Situation von Hebammen und Entbindungspflegern verbessern. Vorgesehen ist unter anderem, ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Zudem soll für den Wiedereinstieg in den Beruf geworben werden, die Krankenkassen sollen eine Online-Suche aufbauen. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das BibliomedManager vorliegt.

Mit Blick auf die klinische Geburtshilfe will das Bundesgesundheitsministerium die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von Hebammen und Entbindungspflegern verbessern, die in Krankenhäusern tätig sind. Die Beschäftigten in der Geburtshilfe sollen in das Programm zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einbezogen werden, das im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz vorgesehen ist. "Hierbei sollen nicht nur zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten geschaffen werden, sondern auch ,besondere Betreuungsbedarfe´ rund um die Uhr jenseits der üblichen Öffnungszeiten von Kitas abgedeckt werden", heißt es in dem Eckpunktepapier.

Darüber hinaus will das Ministerium künftigen Eltern die Hebammensuche erleichtern. Im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll nun festgeschrieben werden, dass der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bei der Suche unterstützen soll. So soll mithilfe der sogenannten Vertragspartnerliste des GKV-Spitzenverbandes eine Online-Suche in der Wohnortnähe ermöglicht werden. Hebammen und Entbindungspfleger sollen zudem den Krankenkassen künftig zeitnah mitteilen müssen, wenn sich etwa ihre Kontaktdaten oder Leistungen ändern. Zudem soll auf die Möglichkeiten hingewiesen werden, die einen Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern. So fördert beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen Weiterbildungsangebote.

Das Bundesgesundheitsministerium will sich außerdem einen besseren Überblick über die Situation der stationären Geburtshilfe und die Gründe für Versorgungsengpässe verschaffen. "Die Problematik möglicher Unterversorgung und damit einhergehender hoher Arbeitsbelastung lässt sich anhand des vorliegenden statistischen Zahlenmaterials derzeit nicht verlässlich beurteilen", heißt es in dem Eckpunktepapier. Das Ministerium will deswegen ein Gutachten in Auftrag geben. Schon seit längerer Zeit ist außerdem geplant, die Hebammenausbildung vollständig zu akademisieren. Das zukünftige Hebammenstudium soll sich an dem dualen Studium orientieren und einen hohen Praxisanteil haben.

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