Pflegereform: „Leistungserbringer gehören in den Fokus"

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Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR) warnte am 3. Mai auf dem FAOPI – Fachsymposium für Anästhesiepflege, OP-Dienste und Intensivpflege – davor, die Pflegeprofis bei der Pflegereform außen vor zu lassen. „Jede Pflegereform ist zum Scheitern verurteilt“, mahnte er in seiner Eröffnungsrede in Berlin, „wenn nicht die Leistungserbringer selbst in den Fokus gerückt werden.“

Bis 2030 werden zirka 500.000 Vollzeitstellen in der Pflege fehlen, sagte Westerfellhaus. „Schon heute spüren und artikulieren Patienten und Angehörige, dass Pflege im Dauerlauf erledigt werden muss oder gar gänzlich fehlt.“ Die Einführung von Personalmindeststandards sei deshalb eine zentrale Forderung des DPR, neben der bereits geplanten Reform der Pflegebildung und weiteren dringenden Handlungsbausteinen wie eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive, ein Berufsgesetz oder die Selbstverwaltung.

Auch forderte er die Pflegenden auf, mit „geballter Schlagkraft“ auf die schlechten Arbeitsbedingungen in der Pflege aufmerksam zu machen, sei es durch Flashmobs oder auch andere Aktionen. „Ohne pflegerische Expertise geht nichts“, resümierte Westerfellhaus, „und es ist völlig unklar, warum die Bedeutung der Pflege immer noch ausgeblendet wird. Die Gesamtthematik Pflege ist die gesundheits- und sozialpolitische Herausforderung des nächsten Jahrzehntes.“

Zum FAOPI in Berlin kamen trotz des Brückenwochenendes rund 600 Teilnehmer in die Technische Universität Berlin. Sie konnten aus einem sehr umfangreichen Programm in den Bereichen Anästhesiepflege, OP-Dienste und Intensivpflege auswählen. Neu in diesem Jahr war das Thema Notfallpflege mit einem eigenen Programm. Veranstalter des FAOPI ist die DGF in Kooperation mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

 

Autor

 Brigitte Teigeler

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