AOK kritisiert Herzinfarktversorgung

  • News des Tages

Patienten mit einem Herzinfarkt werden laut AOK zu oft in Krankenhäuser ohne Herzkatheterlabor eingewiesen. „Der Rettungswagen sollte nicht das nächste, sondern das am besten geeignete Krankenhaus ansteuern, das den Patienten optimal versorgen kann. Meist würden sich dadurch noch nicht einmal die Transportwege verlängern", erklärte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverandes, laut Pressemitteilung anlässlich der Präsentation des Qualitätsmonitors 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) und des Vereins Gesundheitsstadt Berlin. Litsch fordert einen neuen Anlauf für ein sektorenübergreifendes Konzept zur Notfallversorgung, das die Notaufnahmen der Kliniken, den ärztlichen Bereitschaftsdienst und den Rettungsdienst einbezieht.

Dem Report zufolge hatten vier von zehn Krankenhäusern, die im Jahr 2014 Patienten mit Herzinfarkt behandelten, kein Herzkatheterlabor. Besonders ausgeprägt war das Problem demnach in dem Viertel der Kliniken mit den wenigsten Behandlungsfällen: 82 Prozent dieser Krankenhäuser, die 2014 weniger als 34 Herzinfarkt-Patienten pro Jahr versorgten, verfügten nicht über die optimale Ausstattung mit einem Herzkatheterlabor.

Der Bibliomed-Klinik-Stresstest hatte jüngst eine Unterversorgung mit Herzkatheterlaboren in Teilen des Landes angezeigt. Unter www.bibliomed/klinik-stresstest lässt sich die Versorgung mit Herzkatheterlaboren in Deutschland weiter analysieren.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche


Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich