Britische Kliniken weiter lahmgelegt

Cyber-Attacken dauern an

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Verbreitung des "WannyCry"-Virus innerhalb von 24 Stunden. © malwaretech.com

Die am vergangenen Freitag bekannt gewordenen weltweiten Cyber-Angriffe gegen Computersysteme gehen auch in dieser Woche unvermindert weiter. Das geht aus Live-Analysedaten des Blogs Malwaretech hervor, die kontinuierlich veröffentlicht werden. Demnach können pro Minute rund 500 neu-infizierte Computer identifiziert werden, mit einem Schwerpunkt der Vorkommnisse in Europa, Kleinasien, der Ostküste der USA und Japan.

48 Krankenhäuser des britischen National Health Service (NHS) sind neben vereinzelten anderen Gesundheitseinrichtungen in anderen Teilen der Welt von den Angriffen betroffen. Bis jetzt konnte der  IT-Service des NHS keine Erfolg gegen die Hacker vermelden. Die NHS-Kliniken mussten die Behandlung von Patienten weitestgehend einstellen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière drängte in Reaktion auf die ersten Attacken am Sonnabend auf einen Abschluss der Beratungen zur nächsten Verordnung über die „kritischen Infrastrukturen“ gemäß dem 2016 in Kraft getretenen IT-Sicherheitsgesetz. Nach derzeitigem Stand der Beratungen zur BSI-KRITIS-Verordnung, die auch das Gesundheitswesen betrifft, soll eine Schwelle von 30.000 Krankenhausfällen festlegen, ob ein Krankenhaus als kritische Infrastruktur gewertet wird. Diese Krankenhäuser müssten im Falle des Überschreitens dieses Schwellenwertes in neue IT-Infrastrukturen investieren, um ihre Systeme zusätzlich zu sichern. „Ich hoffe, dass spätestens jetzt alle Beteiligten zügig ihrer Verantwortung nachkommen und meinen längst auf dem Tisch liegenden Vorschlägen zustimmen", sagte de Maizière.

Autor

 Peter Carqueville

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