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Ärzte starten Petition gegen elektronische Patientenakte

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Ärzte starten Petition gegen elektronische Patientenakte
© iStock.com/gzorgz

Oldenburger Mediziner setzen sich mit einer Petition gegen die verpflichtende zentrale Speicherung von Patientendaten ein. Zwar begrüßen sie den Fortschritt durch Digitalisierung in der Medizin; vielmehr wünschen sie sich aber eine freiwillige Nutzung der Telematik-Infrastruktur (TI) und der elektronischen Patientenakte (ePA), berichtet die Nordwest Zeitung.

Zur Speicherung der Patientendaten in der ePA, die ab 2021 kommen soll, müssen sich Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Apotheker und Krankenhäuser über die Telematik-Infrastruktur miteinander vernetzen. "Patientendaten, Diagnosen und Befunde sind jedoch besonders sensibel und schützenswert", heißt es in der Petition. Auf den zentralen Servern könnten die Daten gehackt, veröffentlicht, verändert oder gelöscht werden, kein Arzt werde für die Einhaltung des Datenschutzes einmal freigegebener Daten garantieren können, heißt es weiter. Einen weiteren Nachteil sehen die Unterzeichner auch für ältere, demente oder psychisch kranke Patienten, die ausgegrenzt würden, da sie die elektronische Akte nicht nutzen könnten. Zudem bliebe weniger Gesprächszeit, da die "Bedienung der elektronischen Patientenakte zeitintensiv sein wird".

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, in den kommenden Wochen ein neues Gesetz zur Ausgestaltung der ePA vorzustellen.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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