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Tele-Notarzt geht in NRW an den Start

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Tele-Notarzt geht in NRW an den Start

Bis Ende 2022 soll das Telenotarzt-System flächendeckend in Nordrhein-Westfalen etabliert werden. Es ist Bestandteil der Digitalisierungsstrategie im Gesundheitswesen des Landes. 

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Vertreter der Krankenkassen, kommunale Spitzenverbände und die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag eine gemeinsame Absichtserklärung zum flächendeckenden Ausbau des Telenotarzt-Systems unterzeichnet. Geplant sei, dass bis Ende 2022 in jedem Regierungsbezirk mindestens ein Telenotarzt-Standort den Regelbetrieb aufgenommen hat, heißt es in einer Pressemitteilung des Landes. Die Kosten seien über die Gebührensatzungen der Träger der Rettungsdienste refinanzierbar. Träger des Rettungsdienstes seien die Kreise und kreisfreien Städte. 

Das System soll das bestehende Notarztwesen nicht ersetzen, sondern ergänzen, da nicht bei jedem Notfall die persönliche Anwesenheit eines Notarztes erforderlich sei, heißt es weiter in der Meldung. Nach Angaben des Westfalen-Blatts berät ein Notarzt die Einsatzkräfte bei Bedarf über eine Videoverbindung. Zusätzlich werden EKG-Daten und andere Informationen direkt auf den Bildschirm in der Leitstelle übermittelt. Die Rettungswagen sind mit einer Mobilfunkbox, die drei Sim-Karten unterschiedlicher Anbieter enthält, speziell ausgerüstet. Vor dem Einsatz müssten die Mediziner eine Zusatzausbildung absolvieren, die von den Ärztekammern angeboten werde. 

Die Implementierung des Telenotarzt-Systems soll schrittweise erfolgen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat bereits erste Planungsschritte eingeleitet.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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