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Medikamente und Schutzausrüstungen: Fachgesellschaft fordert Preis-Stopp

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Medikamente und Schutzausrüstungen: Fachgesellschaft fordert Preis-Stopp
Symbolfoto © ©Werner Krueper Fotografie

Die Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert einen Preis-Stopp für Schutzausrüstungen. Intensiv- und Notfallmedizinern gingen die persönliche Schutzausrüstung zur Behandlung von Covid-19- Patienten aus, so die Fachgesellschaft in einer Mitteilung. Noch erhältliche Atemschutzmasken, mehrlagiger OP-Mundschutz, Untersuchungshandschuhe oder laminierte Schutzkittel würden auf dem Markt mittlerweile zu vielfach überteuerten Preisen angeboten.

"Diese reine Profitgier und den akuten Materialengpass muss die Politik sofort stoppen", fordert Professor Uwe Janssens, DIVI-Präsident. Angebote seien überwiegend unseriös, die Preise würden in eine phantasievolle Höhe getrieben, beobachtet er. Eine sogenannte FFP2-Maske mit Atemschutzfilter koste je nach Ausführung 11 bis 60 Cent. "Unsere Klinik kauft heute notgedrungen tausende Masken zum Preis von 7 Euro das Stück", sagt Janssens, der auch Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler ist.

"Zwar produzieren die uns bekannten Hersteller schon zu einem marktüblichen Preis nach, aber die Lieferzeiten betragen bis zu 20 Wochen", sagt Michael Dischinger, Leiter des Einkaufes am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Was die Schutzausrüstung des Klinik-Personals angeht, sei Dischinger sehr besorgt. "Die Preise explodieren, die Vorräte reichen nur noch wenige Tage. Und wie wir an neues Material von seriösen Anbietern kommen, kann ich noch nicht sagen." 

Autor

 Christina Schröder

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