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Politiker warnen vor vorzeitigem Exit

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Politiker warnen vor vorzeitigem Exit

Der Ruf nach Perspektiven für die Zeit nach dem Ausnahmezustand wird nach Angaben der Zeitschrift "die Welt" lauter –das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Politiker warnen jedoch vor einem vorzeitigem "Einstieg in den Ausstieg".

Demnach werden die Ausgehbeschränkungen frühestens nach Ostern gelockert. Angela Merkel bittet die Bevölkerung weiterhin um Geduld. Aufgrund der hohen Infektionsgeschwindkeit sieht die Bundeskanzlerin keinen Grund, an den Kontaktbeschränkungen etwas zu ändern, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Ziel bleibe, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, so Kanzleramtsminister Helge Braun. Auch für Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz, scheint es zu früh, über einen konkreten Zeitpunkt für eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen nachzudenken. Dies liege an den vielen Ungewissheiten, die das Virus mit sich bringt. Die Lage sei schwierig da man vom Coronavirus nicht wisse, wie es sich verhält und wo man in ein oder zwei Wochen steht. Dennoch führe kein Weg an einer Diskussion über das Alltagsleben in den kommenden Monaten vorbei, so Unger in einem Interview mit der "Welt".

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, hält eine Diskussion über das Ende der Maßnahmen für zu früh. "Wir bündeln alle unsere Kräfte, um so viele menschenleben wie möglich zu schützen", sagte sie gegenüber der "Welt". Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der Union, Karin Maag, hält einen "Einstieg in den Ausstieg jetzt noch deutlich zu früh". Dennoch habe man über eine Exit-Strategie nachgedacht, da die Wirtschaft nicht monatelang brach liegen könne. Die Zeit solle genutzt werden, "Maßstäbe für die Rückkehr ins soziale und öffentliche Leben zu entwickeln, damit auch diese Entscheidung anhand transparenter Kritierien erfolgt", zitiert die "Welt" den nordrhein-westfälichen Ministerpräsident Armin Laschet. Ein Vorschlag der FDP-Bundestagsfraktion sieht beispielsweise flächendeckende Antikörper-Tests vor, um festzustellen, wie viele Menschen Antikörper entwickelt hätten.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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