Blitz-Umfrage

So können Lockerungsmaßnahmen für Krankenhäuser aussehen

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So können Lockerungsmaßnahmen für Krankenhäuser aussehen
© ©Werner Krueper Fotografie

Schrittweise werden die Corona-Beschränkungen aufgehoben. Doch wie kann der Prozess in Krankenhäusern vom Ausnahmezustand in Richtung Normalität geordnet und moderat gestaltet werden, obwohl der Ausnahmezustand gewissermaßen anhält?

Das Gesundheitswesen sieht sich einem Rückstau notwendiger Operationen und Therapien gegenüber. Viele elektive Patienten sind dringlich zu behandeln. Gleichzeitig begleitet uns das Virus SARS-CoV-2 weiter. Somit sind Gesundheitseinrichtungen organisatorisch und prozessual erheblich gefordert, jeden, der in die Klinik kommt, zunächst als potentielles Risiko einzustufen.

Können Krankenhäuser wirklich lockerer werden? Wie kann das funktionieren? Eine Blitzumfrage sollte ein Meinungsbild wiederspiegeln. 730 Kontakte wurden von Sana Einkauf & Logistik angeschrieben: Geschäftsführer und Einkaufsleiter von mehr als 360 Kliniken in Deutschland sowie Key Account Manager von rund 150 Unternehmen der Medtech- und Pharmabranche. 96 Kliniken und 70 Unternehmen antworteten innerhalb von zwei Tagen mit folgendem Ergebnis.

Auf die Frage "Wir müssen neben Covid-19-Patienten die elektiven Patienten versorgen. Was hat die höchste Priorität?" stimmte die überwiegende Mehrheit (81 Prozent) für ein medizinisches Konzept, das es Krankenhäusern ermöglicht, COVID-19-Patienten und alle übrigen Patientengruppen gleichzeitig sicher zu behandeln.

Medizinisches Konzept meint: Struktur, Prozess und Qualitätsstandards müssen definiert sein. Die Befragten ergänzten ihre Antworten mit konkreten Vorschlägen wie etwa ein strenges Hygienekonzept für die Kliniken umzusetzen, inklusive Eingangsscreening für alle Besucher und Patienten. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in öffentlichen Bereichen ist verpflichtend für alle.

Die zweithäufigste Antwort (13 Prozent) lautete: Wir benötigen eine Lockerung und Rückkehr zur früheren Normalität, obwohl das mangels Impfstoff oder wirkungsvoller Medikamente ausgeschlossen ist. Sieben Befragte (4 Prozent) fordern primär ein Nachsorgekonzept – um Akutkapazitäten zu entlasten und häusliche Einrichtungen durch genesende COVID-19-Patienten nicht zu überlasten.

Vier Befragte (2 Prozent) fordern zudem so viele Kapazitätsreserven wie nötig, aus-gerichtet am aktuellen Status der Pandemie, in Verbindung mit präventiven (Lockerungs-)Maßnahmen für die Zivilbevölkerung.

Gewiss wirft dieses Ergebnis einer spontanen Umfrage nur ein Blitzlicht auf die Ideen, Vorschläge und widerstreitenden Konzepte für den Weg zur „neuen“ Normalität. Es zeigt aber sehr klar den Bedarf:  Die Kliniken brauchen konkrete und sichere Lösungen für die wartenden Patienten. Nachsorgekonzepte sind bei der COVID-19-Überleitung wichtig, um die häusliche Pflege nicht zu überfordern und Risiken abzufedern.

Die Kliniken brauchen konkrete und sichere Lösungen für die wartenden Patienten. Nachsorgekonzepte sind wichtig, um die häusliche Pflege nicht zu überfordern und Risiken abzufedern.

Autor

 Adelheid Jakobs-Schäfer

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