Neuer Forschungsverbund

Uniklinika wollen Behandlung von Corona-Patienten verbessern

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Uniklinika wollen Behandlung von Corona-Patienten verbessern
© pixabay/fernandozhiminaicela

Alle 36 deutschen Universitätskliniken haben sich zu dem nationalen Forschungsverbund "Netzwerk Universitätsmedizin" (NUM) zusammengeschlossen. Ziel des Netzwerkes ist, gemeinsam mit anderen Akteuren des Gesundheitssystems die Corona-Pandemie zu bewältigen und in möglichst kurzer Zeit Erkenntnisse, Daten, Diagnostik- und Handlungsstrategien verfügbar zu machen. Zudem will das Netzwerk evidenzbasierte Erkenntnisse liefern, wie man das Infektionsrisiko senken kann und welche Frühwarn- und Überwachunssysteme lokale Infektionsausbrüche schnell erkennen lassen. Vernetzt erhobene Daten sollen helfen, die Bedingungen und Abläufe in den Krankenhäusern sowie die Versorgung der Patienten zu verbessern. Sämtliche Aktivitäten des Netzwerks sollen zu einer "Pandemic Preparedness" beitragen und so bestmöglich auf die komplexen Anforderungen einer Pandemie vorbereiten, heißt es in einer Mitteilung der Universitätsmedizin Göttingen. 

Das Projekt wird von der Charité Universitätsmedizin Berlin koordiniert. Insgesamt stehen dem Forschungsnetzwerk rund 150 Millionen Euro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für ein Jahr zur Verfügung.

„Wir brauchen wirkungsvolle Konzepte, um die Menschen, die an Covid-19 erkranken, bestmöglich behandeln zu können. Und wir müssen die besten Strategien finden, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. Ich bin überzeugt davon, dass die vom Netzwerk Universitätsmedizin vorgestellten Forschungsarbeiten hierzu einen wichtigen Beitrag leisten werden", sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Mit 13 Verbundprojekten, in denen die Universitätsklinika bundesweit zusammenarbeiten, geht das Netzwerk an den Start. Die Umsetzungskonzepte berücksichtigen dabei die Forschungsschwerpunkte an den jeweiligen Standorten. Die Bandbreite der Projekte umfasst zum Beispiel klinikübergreifende Notaufnahmeregister, Forschung zur Covid-19-Immunität, ein deutschlandweites Obduktionsnetzwerk, national einheitliche, datenschutzkonforme Infrastrukturen für die Speicherung von Covid-19-Forschungsdatensätzen sowie eine nationale Strategie für die Palliativversorgung in Pandemiezeiten.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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