Doppeldiagnosen

Weniger Patienten wegen Corona im Krankenhaus als gedacht

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Weniger Patienten wegen Corona im Krankenhaus als gedacht
© Pixabay/fernandozhiminaicela

Weniger Patienten als bisher angenommen mussten wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden. Wie die "Zeit" berichtet, sind zwischen 20 und 30 Prozent der Menschen nicht wegen Corona in stationärer Behandlung, sondern wurden zufällig positiv getestet. Ein ähnliches Bild zeichne sich auch auf Intensivstationen ab. Zehn Prozent der als Corona-Fälle gemeldeten Patienten werden wegen einer anderen Ursache behandelt, heißt es in dem Bericht.

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen bestätigt diese Doppeldiagnosen. Diese ließen sich auch gar nicht verhindern, so ein Sprecher auf Anfrage von BibliomedManager. Jede Diagnose werde mit ICD-10 erfasst, wobei zwischen Haupt- und Nebendiagnosen unterschieden werde. Bei einem schweren Verlauf könne sich eine Corona-Infektion, die anfangs eine Nebendiagnose war, zu einer Hauptdiagnose entwickeln. Für die Statistik sei es also schwer zu differenzieren, ob ein Patient "mit" oder "wegen" Corona in stationärer Behandlung ist. Denn unterm Strich sei die Diagnose ein infektiologisches Problem und jeder Patient, der an Corona erkrankt ist, müsse unter hohem Aufwand isoliert werden.

Auch die DKG bestätigt, dass Patienten, die wegen anderer Beschwerden ein Krankenhaus aufsuchen, positiv auf das Virus getestet werden. "Es zeigt auch, wie wichtig flächendeckende Tests in Krankenhäusern sind", erklärt ein Sprecher. Symptomlose Patienten könnten dadurch isoliert werden und würden keine Quelle für einen Infektionsausbruch darstellen. Sowohl symptomlose Infizierte als auch Erkrankte müssten aufwendig isoliert werden, was einen höheren personellen und organisatorischen Aufwand verlange, als bei anderen Patienten.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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