Rheinland-Pfalz

Modellprojekt für ländliche Kliniken startet

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Modellprojekt für ländliche Kliniken startet
© Kirner Krankenhaus

Im Saarburger Kreiskrankenhaus St. Franziskus und im Kirner Diakonie-Krankenhaus Kreuznacher Diakonie geht das vom Land Rheinland-Pfalz initiierte Konzept „ZUG Zukunft Gesundheitsnetzwerke Rheinland-Pfalz“ jetzt in die Umsetzung. Wie das Ministerium mitteilt, sollen dabei die beiden Krankenhausstandorte zu modernen Gesundheitscampus weiterentwickelt werden (über das Modellprojekt Kirn berichtete f&w in Ausgabe 1/21). Aus ihnen heraus sollen regionale Netzwerke mit Partnerkrankenhäusern der Schwerpunkt- und Maximalversorgung, niedergelassenen Ärzten und vielen weiteren Akteuren des Gesundheitssystems aufgebaut werden.

Dazu Ministerpräsidentin Malu Dreyer: "Rheinland-Pfalz ist das Land der kleinen Krankenhäuser. Mit diesem Projekt zeigen wir, dass viele dieser Krankenhäuser weiterhin wichtige Rollen für die Daseinsvorsorge der Menschen in unserem Land spielen werden.“

In dem Ende 2019 gestarteten Projekt arbeiten Experten des Gesundheitsministeriums gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen so wie der rheinland-pfälzischen Krankenhausgesellschaft zusammen. Gemeinsam wurden Gestaltungsoptionen für neue Versorgungsstrukturen entwickelt, die nun mit den Krankenhäusern und weiteren regionalen Akteuren in den Modellregionen umgesetzt werden sollen.

Modellprojekt Saarburg

Am Standort Saarburg soll der vernetzte Gesundhsitscampus bis 2026 fertiggestellt werden. Zu ihm gehören dann neben dem Kreiskrankenhaus , das weiterhin die Grundversorgung sicherstellt, ein Koordinierungs- und Beratungszentrum, das die komplexen Behandlungsabläufe chronisch kranker Patienten steuert und sie auf ihrem Behandlungsweg zu den unterschiedlichen Akteuren des Gesundheitsnetzwerks begleitet: zum Beispiel niedergelassene Fachärzte, Krankenhaus, Reha-Angebote, ambulante Pflege. Für komplexere Behandlungen sollen die engen Kooperationen mit den Maximal- und Schwerpunktversorgern der Region beispielsweise in den Fachgebieten Onkologie, Urologie und Kardiologie weiter ausgebaut werden. Geplant ist der Bau eines ambulanten OP-Zentrums und der Ausbau tagesklinischer Angebote in den Fachgebieten Innere Medizin, Schmerztherapie sowie Gerontopsychiatrie. 

Modellprojekt Kirn

Der Krankenhausstandort Kirn soll sich ebenfalls bis 2026 zu einem modernen Gesundheitscampus wandeln. Dabei soll die stationäre Krankenversorgung in den Fachgebieten Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie sowie die Notfallversorgung erhalten bleiben. Entstehen soll ein ambulantes Operationszentrum, das in Kooperation mit dem Verbundkrankenhaus in Bad Kreuznach Eingriffe vornimmt, die keinen stationären Krankenhausaufenthalt erfordern. Angestrebt ist, eine niedergelassene radiologische Praxis (mit MRT und CT) am Gesundheitscampus anzusiedeln.

Laut Pressemitteilung des Ministeriums sollen die Modellprojekte später Pate stehen für weitere, vor allem ländlich geprägte Regionen in Rheinland-Pfalz und Perspektiven für eine dauerhaft verlässliche Gesundheitsversorgung aufzeigen.

Autor

 Lena Reseck

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