Bilanz 2020

Rhön meldet massiven Gewinneinbruch

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Rhön meldet massiven Gewinneinbruch
© Pixabay/Bru-nO

Die Rhön Klinikum AG hat ihre Umsatzprognose mit 1,4 Milliarden Euro erreicht. Ebenso wurde das prognostizierte EBITDA für das Geschäftsjahr 2020 zwischen 72,5 Millionen und 82,5 Millionen mit 80,2 Millionen Euro erfüllt. Das Konzernergebnis ist in Folge der Pandemie um 42,5 Millionen auf 2,5 Millionen Euro gesunken (Vorjahr 44,5 Millionen Euro).

Wie das Unternehmen mitteilt, wurden an den fünf Klinikstandorten 808.655 Patienten behandelt, ein coronabedinger Rückgang von 6,9 Prozent. Die Zahl der Mitarbeitenden ist hingegen von 18.142 im Jahr 2019 auf 18.449 gestiegen. Das vergangene Jahr stellte die Kliniken vor medizinische und ökonomische Herausforderungen.So war in vielen Kliniken die Auslastung deutlich reduziert, während der Personal- und Sachbedarf für die umfangreichen Hygienemaßnahmen massiv angestiegen ist. Dieser Mehraufwand ist in den DRGs nicht berücksichtigt, höhere Sach- und Personalkosten werden auch durch coronabezogene Zuschläge nicht aufgefangen, heißt es in der Meldung. Durch die Isolation von Covid-Patienten konnten Stationen nur teilweise ausgelastet werden. "All das führte und führt zu einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung unserer Kliniken und gefährdet die Sicherherstellung einer adäquaten Patientenversorgung. Auch die Ausgleichszahlungen für freigehaltene Bettenkapazitäten, die mit bürokratischen und sachfremden Hürden verseehen sind, decken keinesfalls unsere anfallenden Kosten", sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Höftberger. Der aktuelle Entwurf für weitere Ausgleichszahlungen wird kritisch gesehen, da sich dieser an den Erlösstrukturen des Vor-Corona-Jahres 2019 orientiert. Die Einnahmen der Kliniken würden so deutlich hinter denen des Geschäftsjahres 2019 bleiben, der zwischenzeitlich erfolgte Kostenanstieg werde nicht berücksichtigt. "Es kann nicht sein, dass unzureichende Ausgleichszahlungen des Bundes die Kliniken ausgerechnet in der Hochphase der Pandemie dazu zwingen, auch personalreduzierende Maßnahmen wie etwa Kurzarbeit oder auslaufende Befristungen zu prüfen. Das ist angesichts des massiven Fachkräftemangels geradezu grotesk", so Höftberger. Krankenhäuser würden dringend einen vollständigen Ausgleich der Erlösausfälle und Planungssicherheit benötigen. 

Der Ausblick für das kommende Jahr stünde durch die Pandemie unter erheblichen Unsicherheiten. Der Konzern geht für das laufende Jahr von einem Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in einer Bandbreite von jeweils plus/minus fünf Prozent nach oben/unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird mit einem Wert zwischen 72,5 Millionen und 82,5 Millionen Euro gerechnet.

 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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