Erlös- und Belegsituation

Hamburger Kliniken klagen über wirtschaftliche Probleme

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Hamburger Kliniken klagen über wirtschaftliche Probleme
© GettyImages/imaginima

Hamburgs Krankenhäuser klagen über wirtschaftliche Problemen. Einer Kurzbefragung der Hamburger Krankenhausgesellschaft (HKG) zufolge kompensierten die Ausgleichszahlungen nur 81 Prozent der Erlösverluste für fehlende Krankenhausbehandlungen. 

In die Auswertung der HKG flossen 78 Prozent der Planbetten ein, die Häuser wurden in zwei Gruppen ausgewertet: Krankenhäuser, die berechtigt für den Erhalt von Ausgleichszahlungen waren (in der Regel Krankenhäuser mit Teilnahme an der Notfallversorgung) und Krankenhäuser ohne Berechtigung für Ausgleichszahlungen (überwiegend elektiv arbeitende Krankenhäuser). 

Die für Ausgleichszahlungen berechtigten Krankenhäuser verzeichneten in Hamburg im ersten Quartal 2021 durchschnittlich Erlösrückgänge von 12 Prozent und einen Belegungsrückgang von 15 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2020. Die Ausgleichszahlungen kompensierten nur 81 Prozent der Erlösverluste für fehlende Krankenhausbehandlungen bei den hierfür berechtigten Krankenhäusern. Die Häuser rechnen mit einem Belegungsrückgang von 15 Prozent für das laufende Jahr im Vergleich zum Referenzjahr 2019.

In den Krankenhäusern, die nicht an der Notfallversorgung teilnehmen und die nicht für Ausgleichszahlungen berechtigt waren, fielen die Erlösausfälle weniger stark aus. Sie verzeichneten im ersten Quartal dieses Jahres durchschnittliche Erlösrückgänge von 11 Prozent bei einem Belegungsrückgang von zehn Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2020. Die Häuser erwarten für das gesamte laufende Jahr vonen Belegungsrückgang von 16 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2019. 

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die wirtschaftliche Lage der Häuser weiterhin stark angespannt sei und trotz Rettungsschirm Defizite bleiben würden, so die HKG. Der aufgespannte Rettungsschirm 2021 sehe eine „Eigenbeteiligung“ der Krankenhäuser vor, bei dem die Krankenhäuser zwei Prozent der Erlösausfälle gegenüber 2019 selbst tragen müssen. Die darüber hinaus gehenden Defizite sollten durch den Erlösausgleich 2021 aufgefangen werden; dies jedoch auch nur zu 85 Prozent. Ein Krankenhaus könne Defiziten bei fehlenden Leistungen nur durch Personalabbau entgegenwirken, heißt es in der Meldung der HKG. Dass in einer laufenden Pandemie Personal abgebaut werden muss, sei weder den Mitarbeitenden der Krankenhäuser noch der Bevölkerung vermittelbar.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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