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„Nichts ist teurer als unzureichende Patientensicherheit“

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„Nichts ist teurer als unzureichende Patientensicherheit“
© GettyImages/vm

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) fordert im Zuge der beginnenden Koalitionsverhandlungen eine Verbesserung der Patientensicherheit und des Infektionsschutzes. Die Vertreter:innen kommen aus Gesundheitsberufen, Verbänden, Patientenorganisationen sowie aus Industrie und Wirtschaft. Für eine schnelle Umsetzung schlagen sie Reformen vor. Diese sind in einem Appell mit zwölf Handlungsfeldern ausformuliert. Kerninhalte sind unter anderem die Versorgungssteuerung oder Digitalisierung. 

Die Vertreter:innen mahnen: Das Risiko, an Mängeln des Gesundheitssystems zu versterben, sei deutlich größer als die Gefahr durch Covid-19. Beispiele hierfür wären etwa die unzureichende Patientensicherheit beim Herzinfarkt oder eine zu spät erkannte Sepsis. „Nichts ist teurer als unzureichende Patientensicherheit“, sagt Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende des APS. „Wir brauchen jetzt Ehrlichkeit, die Probleme ungeschönt wahrzunehmen, sowie den Mut und die Verantwortung, die strukturellen Gründe für die vermeidbaren Patientenschäden grundlegend anzugehen. Wir brauchen endlich mehr Kooperation statt Konkurrenz.“ Prof. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Sepsis-Stiftung, verdeutlicht dazu: „In unserem Gesundheitssystem arbeiten aufopferungsvolle und hochqualifizierte Menschen, und es herrscht kein Mangel an materiellen Ressourcen.“ 

Der Wortlaut des Appells sowie die Liste der Erstunterzeichnenden sind online verfügbar. 

Das APS wurde im April 2005 als gemeinnütziger Verein gegründet. Es setzt sich für eine sichere Gesundheitsversorgung ein und widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung dazu geeigneter Methoden. 

Autor

 Anika Pfeiffer

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