Corona-Update vom 7.12.

Intensivbehandlung kostet bis zu 33.000 Euro

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Intensivbehandlung kostet bis zu 33.000 Euro
Das Anlegen der ECMO erfordert sehr viel Personal und äußerste Konzentration © Mühlenkreiskliniken/Kai Senf

+++ Corona-Behandlung kostet bis zu 33.000 Euro +++

Covid-Patienten liegen im Durchschnitt zwei bis drei Wochen auf den Intensivstationen. Die thüringische Landeskrankenhausgesellschaft beziffert die Behandlungkosten auf 1.500 bis 3.000 Euro pro Tag. Nach Angaben der AOK Plus und der Barmer kostet die Behandlung eines invasiv behandelten Corona-Patienten auf der Intensivstation im Schnitt 32.000 bis 33.000 Euro. [Quelle: Welt/dpa]

+++ DGOU sieht Akutversorgung von Patienten nicht gefährdet +++ 

Obwohl in vielen Kliniken Operationen verschoben werden, gibt es keine Hinweise darauf, dass etwa die Akutversorgung von Patienten nach Unfällen oder bei schwerwiegenden orthopädischen Erkrankungen nicht gesichert wäre. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Es gebe regionale Unterschiede bei der Belastung durch Covid-Patienten und der Verschiebung geplanter orthopädischer Eingriffe. Zudem seien viele Fachkliniken aufgrund ihrer Ausrichtung nicht an der Versorgung von Corona-Patienten beteiligt. Operationsdaten aus der zweiten Welle zeigen, dass in größeren Krankenhäusern aufgrund der besseren räumlichen und personellen Ausstattung der Rückgang von planbaren Operationen geringer war als in kleinen Häusern. Dennoch kam es aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zu Verschiebungen von orthopädischen Eingriffen, dies betraf vor allem Operationen an der Wirbelsäule, den Ersatz künstlicher Hüft- und Kniegelenke und arthroskopische Eingriffe. Die DGOU befürchtet, dass auch in dieser Welle wieder viele Patienten zurückstecken und auf ihre orthopädische Operation warten müssen. In akuten Fällen werde jedoch niemand abgewiesen. [Quelle: DGOU]

+++ Brandenburger Verfassungsschutz befürchtet Eskalation bei Impfpflicht +++

Jörg Müller, Leiter des brandenburgischen Verfassungsschutzes, befürchtet bei Einführung einer allgemeinen Impfpflicht eine Eskalation der Corona-Proteste. Besorgt zeigt er sich auch über den vermehrten Zulauf zu Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen, berichtet RBB. Diese würden von bekannten Rechtsextremisten genutzt oder organisiert werden, um ihre Themen anschlussfähig zu machen und besorgte Menschen auf die Straße zu bringen. "Wenn die Impfquote steigt, bleiben die radikalisierten Einzelnen immer weniger und fühlen sich weiter in die Ecke gedrängt und das wird zu einer Radikalisierung führen, befürchte ich", so Müller. [Quelle: RBB]

+++ 192 Millionen Euro für Kliniken in NRW +++

In Nordrhein-Westfalen erhalten 321 Krankenhäuser eine Finanzspritze zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Das Land unterstützt die Krankenhäuser im Rahmen eines Sonderprogrammes mit 192 Millionen Euro.  [Quelle: Zeit/dpa]

+++ Niedersachsen schafft Ausnahmeregelung bei Besuchsverboten +++

In der ersten Corona-Welle starben viele Menschen ohne jede Begleitung in den Krankenhäusern. Ärzte und Patientenschützer in Niedersachsen wollen nun verhindern, dass das in der vierten Welle wieder passiert. In vielen Kliniken in der Region Hannover, Göttingen od­­er Braunschweg gelten Besuchsverbote, Ausnahmen gebe es jedoch für Menschen auf der Palliativ- oder Intensivstation. Die Ausnahmeregeln werden auf anderen Stationen jedoch strenger gehandhabt. Besuche dürften dort nur stattfinden, wenn der Patient akut im Sterben liegt, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich halte das für eine abgewogene Entscheidung, die ich unter den pandemischen Bedingungen, wie wir sie haben, für nachvollziehbar und ethisch verantwortbar halte“, so der Vorstandssprecher des Diakonischen Werks Niedersachsen, Hans-Joachim Lemke. In Hospizen sind Besuche unter 2G­­­­­+-Regeln nach wie vor möglich. [Quelle: RND]

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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