Corona-Update 8.12.

Verdi rechnet mit bis zu 2.000 Kündigungen

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Verdi rechnet mit bis zu 2.000 Kündigungen
© Gettyimages/Tang Ming Tung

+++ Wegen Impfpflicht: Verdi rechnet mit Kündigungen +++

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) rechnet wegen der Pläne zur Corona-Impfpflicht für Mitarbeitende im Gesundheitswesen mit einer Verschärfung des Pflegenotstands. Der Landesverband NRW hält die Pflicht "für einzelne Berufsgruppen für falsch und kontraproduktiv", sagt Gewerkschaftssekretär für die Pflegeberufe Jan von Hagen der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ). Die Impfquote werde sich nicht wesentlich erhöhen, diese liege laut NRZ ohnebei über 90 Prozent. Dennoch rechnet von Hagen damit, dass allein in NRW in den Heimen bis zu 2.000 Pflegende das Handtuch werfen würden und die Menschen ein ohnehin völlig überlastetes System verlassen würden. [Quelle: NRZ]

+++ UK Magdeburg: Reinigungskräfte fordern Coronaprämie ++++

Reinigungskräfte sorgen in den Kliniken täglich unter erschwerten Arbeitsbedingungen für die Hygiene auf den Intensivstationen und in den Operationssälen. Bei einer Aktion vor dem Eingang des Magdeburger Uniklinikums forderten dort beschäftigte Reinigungskräfte am Dienstag eine Corona-Prämie.  [Quelle: Welt/dpa]

+++ Pflegebonus erst im kommenden Jahr +++

Die Ampelkoalition wird den Bonus für Pflegekräfte erst im kommenden Jahr angehen. "Wir haben die Prämie aus dem aktuell laufenden Gesetzgebungsverfahren zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht herausgenommen, weil wir die Sorge hatten, in der kurzen Zeit keine gute und belastbare Gesetzesgrundlage zur Auszahlung des Bonus erarbeiten zu können", zitiert das Handelsblatt die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink. Die Prämie soll maximal 3.000 Euro betragen, unklar sei jedoch wie der Kreis der Begünstigten treffsicher ermittelt werden könne. Dazu hätte nicht einmal das Insitut für das Entgeltsystem im Krankenhaus belastbare Angaben machen können. Kritik für dieses Vorgehen übt die Co-Vorsitzende der Linken, Susanne Henning-Wellsow. Es sei zum Fremdschämen, wenn erst vollmundig eine Milliarde Bonuszahlungen versprochen und dann darüber gefeilscht werde, wer den Bonus bekomme und wer nicht. Die Koalition verschiebt das Vorhaben auf den Beginn des neuen Jahres, die Umsetzung werde eine der ersten Amtshandlungen von Karl Lauterbach sein. [Quelle: Handelsblatt]

+++ Bayern schnürt Paket zur Stärkung der Versorgung mit Krankenhaus-Intensivbetten +++

Fachkliniken und ähnliche Häuser in Bayern sollen ab sofort in die Versorgung von Covid-Patienten eingebunden werden, um die Akutkrankenhäuser zu entlasten. Das geht aus dem Bericht der bayerischen Kabinettssitzung hervor. Demnach sollen Fachkliniken geeignete (Notfall-)Patienten von den Covid-Schwerpunktversorgern aufnehmen um diese zu entlasten. Alternativ stellen sie Pflegepersonal für besonders belastete Krankenhäuser zur Verfügung. Die betroffenen Häuser würden für die damit verbundenen Einschränkungen des Regelbetriebs finanziell entschädigt, betroffene Pflegekräfte würden einen Ausgleich erhalten. Zudem sollen Pflegekräfte aus Reha-Einrichtungen zur Entlastung der Krankenhäuser in die akutstationäre Versorgung eingebunden werden. Auch in diesem Fall werden die betroffenen Einrichtungen finanziell entschädigt, die Pflegekräfte erhalten einen Ausgleich. Insgesamt stellt der Freistaat 66 Millionen Euro bereit, um mit diesen und weiteren Maßnahmen die Kapazitäten zur Behandlung von Intensivpatienten zu sichern und zu erweitern. [Quelle: Bayerische Staatsregierung]

 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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