Statistik

18 Prozent mehr Pflegebeschäftigte in Kliniken 

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18 Prozent mehr Pflegebeschäftigte in Kliniken 
© ©Werner Krueper Fotografie und Film

In Deutschland waren am 31. Dezember 2020 knapp 486.100 Personen im Pflegedienst in Krankenhäusern tätig. Das entspricht 18 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Davon waren 355.740 Gesundheits- und Krankenpfleger:innen, 40.369 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger:innen und 15.357 Altenpfleger:innen. Die restlichen Beschäftigten hatten eine geringere pflegerische Berufsqualifizierung.

Fast die Hälfte (49 Prozent) der im Pflegedienst Beschäftigten arbeitete in Teilzeit – insgesamt 238.000 Personen. 616.000 Pflege- und Betreuungskräfte in ambulanten und stationären Einrichtungen arbeiteten im Jahr 2019 geringfügig oder in Teilzeit, was 65 Prozent entspricht. Der Pflegeberuf ist außerdem durch seinen hohen Frauenanteil geprägt. 85 Prozent des Pflege- und Betreuungspersonals in Heimen und ambulanten Diensten war weiblich. Die hohe Teilzeitquote in der Pflege ist nur teilweise durch den hohen Frauenanteil erklärbar – 68 Prozent der Frauen in Pflegeeinrichtungen arbeiteten zuletzt in Teilzeit. Auch bei Männern ist die Teilzeitquote in Pflegeheimen und ambulanten Diensten mit 44 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Vollzeitbeschäftigte Fachkräfte in Krankenhäusern und Heimen, zu denen auch Pflegefachkräfte zählen, verdienten laut Destatis im Jahr 2021 brutto durchschnittlich 34 Prozent mehr als noch 2011. Jedoch konnte auf Nachfrage der Redaktion bei Destatis nicht geklärt werden, wie hoch der Lohn bei Pflegefachpersonen konkret war beziehungsweise welche Berufsgruppen in diese Statistik mit eingeflossen sind.

Im Jahr 2020 wurden zudem 15.500 im Ausland erworbene Abschlüsse im Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger:in als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt. Dazu kamen 800 Anerkennungen in dem neu geschaffenen Beruf Pflegefachfrau oder -mann. Das sind mehr als ein Drittel aller anerkannten Berufsabschlüsse (44.800 Anerkennungen). Auch im Jahr zuvor führte der Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15.500 Abschlüssen (2018: 10.400, 2017: 7.700, 2016: 5.600) die Liste der am häufigsten anerkannten Berufe an, was einer Steigerung von über 50 Prozent entspricht. 

Autor

 Anika Pfeiffer

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