Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen ist 2024 deutlich gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts hervor.
Zum Jahresende 2024 arbeiteten rund 6,2 Millionen Menschen im Gesundheitswesen. Das entspricht einem Plus von 102.000 Personen oder 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark wuchs der Personalbestand in (teil-)stationären Einrichtungen: Mit einem Zuwachs von 64.000 oder 3,0 Prozent ist die Zahl der Beschäftigten wesentlich stärker gestiegen als im ambulanten Sektor (+32.000 oder +1,3 Prozent). In Krankenhäusern stieg die Zahl der Beschäftigten um 38.000 Personen bzw. um 2,9 Prozent, in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen um 5.000 Personen oder 4,2 Prozent und in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen um 21.000 Personen oder 2,8 Prozent.
Nach Einschätzung der DKG ist dieser Zuwachs ein „gutes Zeichen für die Bekämpfung des Fachkräftemangels“. Gleichzeitig verweist die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Henriette Neumeyer darauf, dass strukturelle Probleme bestehen bleiben: „Der Fachkräftemangel ist damit keineswegs gelöst und bleibt die große Herausforderung im Gesundheitswesen.“
DKG fordert Abbau administrativer Lasten
Die DKG kritisiert, dass Beschäftigte im ärztlichen und pflegerischen Dienst täglich rund drei Stunden mit administrativen Tätigkeiten verbringen. Nach Angaben des Verbands arbeiten rechnerisch 66.300 Vollzeitkräfte im ärztlichen und 137.000 im pflegerischen Bereich ausschließlich für bürokratische Aufgaben. „Nur eine Stunde weniger Bürokratie täglich befreit die Arbeitszeit von rund 22.000 Ärztinnen und Ärzten und mehr als 45.000 Vollzeit-Pflegekräften“, so Neumeyer.
Reformbedarf bleibt groß
Trotz steigender Beschäftigtenzahlen sieht die DKG weiterhin erheblichen Handlungsbedarf. Lohn- und Stellenzuwächse allein reichten nicht aus, um die Versorgung langfristig zu stabilisieren. Die Politik müsse jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, damit Krankenhäuser Personal halten und gewinnen können.
cs

