Qualitätskontrollen

Medizinischer Dienst meldet wenige Verstöße für 2021

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Medizinischer Dienst meldet wenige Verstöße für 2021
Bei den Kontrollen zur Versorgung von Frühgeborenen und der Durchführung von minimalinvasiven Herzklappeninterventionen wurden die Strukturvorgaben zu 100 % erfüllt.  © Getty Images/ricardoinfante

Erstmals hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einen Bericht des Medizinischen Dienstes (MD) Bund über den Umfang und die Ergebnisse der Qualitätskontrollen des MD in Krankenhäusern veröffentlicht. Betroffen ist das Jahr 2021, in dem zahlreiche Corona-Sonderregelungen zu Qualitätsanforderungen galten. MD-Qualitätskontrollen fanden nur von Juli bis November statt; über sieben Monate waren sie vollständig ausgesetzt, um Kontakte und bürokratischen Aufwand zu reduzieren.

Kontrolliert wurde vom MD die Einhaltung folgender Strukturqualitätsvorgaben:
•    Regelungen zu einem gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern
•    Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene
•    Qualitätssicherungs-Richtlinie zum Bauchaortenaneurysma
•    Richtlinie zu minimalinvasiven Herzklappeninterventionen

Notfallstrukturen: Jede dritte kontrollierte Klinik erfüllt Anforderungen nicht

Trotz der Pandemie-Einschränkungen machte der MD 301 Vor-Ort-Kontrollen. Allesamt waren angekündigt; die meisten davon (264) betrafen Stichprobenkontrollen zu den Notfallstrukturen. Hier gab es über ein Drittel (37 %) Beanstandungen. Besonders häufig betrafen sie nicht eingehaltene Anforderungen an die Stufe 1 (Basisnotfallversorgung, 44,5 % der geprüften Einrichtungen erfüllten die Anforderungen nicht vollständig) sowie an die Stufe 2 (Erweiterte Notfallversorgung, 48,8 % erfüllten die Anforderungen nicht vollständig). Gründe für die Nichterfüllung waren unter anderem nicht ausreichende Belege für die schnelle Verfügbarkeit von Fachärztinnen oder Fachärzten.

Keine Beanstandungen bei Versorgung von Frühgeborenen

Neben den Stichprobenprüfungen zu Notfallstrukturen machte der MD aufgrund der Einschränkungen 37 anlassbezogene Kontrollen bei der Versorgung von Frühgeborenen sowie zur Behandlung des Bauchaortenaneurysmas und zu minimalinvasiven Herzklappeninterventionen. Davon entfielen 32 Kontrollen auf die Behandlung des Bauchaortenaneurysmas, wobei es 21,9 % Beanstandungen gab. Sie betrafen vor allem die fehlende durchgängige Präsenz und schnelle Verfügbarkeit bestimmter fachqualifizierter Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte. Bei den Kontrollen zur Versorgung von Frühgeborenen und der Durchführung von minimalinvasiven Herzklappeninterventionen wurden die Strukturvorgaben zu 100 % erfüllt. 

Die Kooperationsbereitschaft der Kliniken wurde vom MD als überwiegend sehr gut bezeichnet; erhebliche Verstöße gab es gar nicht.

Autor

 Christina Spies

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