Das Krankenhaus Geesthacht richtet seine medizinischen Leistungen nach der Aufhebung des Insolvenzverfahrens neu aus.
Das geht aus einer Mitteilung der Klinik hervor. Das Amtsgericht Schwarzenbek hat demnach das Verfahren zum 31. März 2026 beendet.
Spezialisierung und gesicherter Standort
Die Klinik konzentriert sich künftig auf Geriatrie, Innere Medizin und Psychiatrie. Die psychiatrische Versorgung umfasst stationäre Bereiche, mehrere Tageskliniken und Psychiatrische Institutsambulanzen. Mit dieser Struktur reagiert der Standort laut Mitteilung auf die Vorgaben der Krankenhausreform und bündelt Leistungen, für die regional ein langfristiger Bedarf besteht.
Die ambulante Versorgung soll zudem wachsen. Eine internistische Anlaufstelle für kleinere Notfälle steht werktags zur Verfügung. Radiologie, Röntgen und CT bleiben in Betrieb.
Geschäftsführer Lars Timm betonte die Bedeutung der Entscheidung für die Versorgung in der Region. Geschäftsführer Thomas Pötzsch sagte, die Neuausrichtung könne „ein tragfähiges Modell mit Perspektive für andere Standorte“ sein.
Kurzes Verfahren, weitreichende Einschnitte
Das Verfahren war im Oktober 2025 eingeleitet worden. Die wirtschaftliche Lage hatte sich zuvor deutlich schwieriger als erwartet dargestellt. Während der Sanierung schloss die Klinik unter anderem die Notaufnahme und die Geburtshilfe. Rund 250 Mitarbeitende verließen den Standort.
Künftig setzt das Krankenhaus Geesthacht auf eine engere Verbindung von stationären und ambulanten Angeboten. Zusammen mit einem Medizinischen Versorgungszentrum, einem Seniorenzentrum und weiteren Partnern entsteht ein Gesundheitscampus („Vitalcampus“). Neue chirurgische und orthopädische Praxen sollen zeitnah hinzukommen.
cs
