Corona-Krise

Aktionsbündnis Patientensicherheit: Notwendige Versorgung wieder aufnehmen

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Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) fordert, dass Krankenhäuser nach klaren Kriterien die notwendige Patientenversorgung wieder aufnehmen sollen. Die Corona-Pandemie sei - zurecht - in den Fokus der Gesundheitsversorgung gerückt, aber es müsse die Frage gestellt werden, was zurzeit mit der Versorgung der akuten Notfälle, der chronisch Kranken und der vulnerablen Gruppen sei, so das APS in einem Positionspapier.

Tumoroperationen dürfen grundsätzlich nicht abgesagt werden, chronische Patienten benötigen weiterhin Schmerz-, Physio- und anderen Therapien, fordert das APS weiter. Die Versorgung von medizinisch dringenden Notfällen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Sepsis müsse gewährleistet sein. Weiterhin sollen Patienten öffentlich aufgeklärt werden, dass sie auch zu Corona-Zeiten die notwendige medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können und sollen. 

Laut dem Regierungsbeschluss vom 18. März  müssen alle planbaren Operationen, Eingriffe und Krankenhausaufenthalte auf unbestimmte Zeit verschoben werden - sofern es medizinisch vertretbar ist. Das APS fordert eine klare Definition der verschiedenen Versorgungsarten: "Was genau definiert einen elektiven Eingriff oder eine elektive Behandlung, die verschoben werden können? Welche Krankheitsbilder gehören unbedingt in die Akutversorgung?" Es müsse ein nachvollziehbarer und handlungsleitender Entscheidungsprozess erstellt werden.

Auch nach der Corona-Krise müsse die Patietensicherheit dringend erhöht werde, so das APS: "So bedrohlich die aktuelle Corona-Krise auch ist, ihre Auswirkungen hinsichtlich vermeidbarer verlorener (gesunder) Lebensjahre liegen deutlich hinter denjenigen unzureichender Patientensicherheit.  

Kostenfreie Informationen für mehr Patientensicherheit

Darüber hinaus stellt das Aktionsbündnis Patientensicherheit gemeinsam mit der Inworks GmbH, dem Institut für Patientensicherheit und Teamtraining GmbH (InPASS) und der Gesellschaft für Risiko-Beratung (GRB) gesammelte Informationen für mehr Patientensicherheit während der Corona-Krise kostenfrei zur Verfügung.

Kernstück ist ein auf Fragen rund um Corona ausgerichtetes Meldesystem für kritische Ereignisse und Hinweise auf konkrete Handlungs- und Verbesserungsmöglichkeiten. Das Portal ist kostenfrei zugänglich unter: www.cirs-health-care.de/covid-19-cirs.

"Jeder vermiedene Patientenschaden ist eine Entlastung für die Versorgungseinrichtungen und natürlich ein Gewinn für die Patienten. Deshalb ist es so wichtig, gerade in der jetzigen Krise schnell aus den Vorkommnissen anderer Einrichtungen zu lernen", sagt Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende im APS und selbst langjährige Leiterin des klinischen Risikomanagements der Universitätsklinik Essen. 

Die besten Informationen nützten nichts, wenn sie die Zielgruppe nicht erreichten, führt Dr. Peter Gausmann aus, Geschäftsführer der GRB und gleichzeitig Mitglied im Vorstand des APS. "Deshalb nutzen wir unsere Netzwerke, die unserer Unternehmen und die des APS, um direkt möglichst viele potenzielle Nutznießer von unserem Angebot zu informieren. Je mehr Nutzer wir haben, desto mehr fundierte Meldungen kommen herein und desto besser können wir die Versorgung vor Ort unterstützen. In der Corona-Krise muss jeder seinen Beitrag leisten!"

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