Der Bodenseekreis hat die stationäre Krankenhausversorgung nach zwei parallelen Insolvenzverfahren neu geordnet: Zum 1. August übernahm die Ameos-Gruppe die Trägerschaft des Klinikums Friedrichshafen. Der Kreistag hatte der zugrundeliegenden Sicherstellungs- und Unterstützungsvereinbarung Mitte Mai zugestimmt.
Auslöser war die Entscheidung der Stadt Friedrichshafen im Sommer 2025, die Trägerschaft für den Medizin-Campus Bodensee aufzugeben. Daraufhin wurden über die Krankenhaus Friedrichshafen GmbH und die Krankenhaus Tettnang GmbH zwei eigenständige Insolvenzverfahren eröffnet. Da die Sicherstellung stationärer Versorgung gesetzliche Pflichtaufgabe des Landkreises ist, musste innerhalb weniger Monate eine tragfähige Lösung entwickelt werden.
Nach dem Ameos-Konzept soll Friedrichshafen der zentrale stationäre Standort im Bodenseekreis bleiben (Level-II-Krankenhaus). Für den Standort Tettnang sei keine Fortführung des stationären Krankenhausbetriebs vorgesehen. Dort soll es aber umfassende ambulante medizinische Angebote geben, um eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern.
res
