Corona

Bayerische Krankenhausgesellschaft ist besorgt um Finanzen der Kliniken

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Die Corona-Krise treibt viele Krankenhäuser in akute Finanznot: Die Bayerische Krankenhausgesellschaft fürchtet, dass die Kliniken in die roten Zahlen rutschen könnten. 40 bis 60 Prozent der Krankenhausbetten in Bayern seien nicht belegt, schreibt das Ärzteblatt. Für jedes freie Bett zahlt der Bund 560 Euro pro Tag - zu wenig, um die Umsatzverluste auszugleichen, meint demnach die Krankenhausgesellschaft. Man befürchte, dass einige Kliniken bald nicht mehr zahlungsfähig sein könnten. 

Die bisher in Aussicht gestellten Summen würden nicht einmal ansatzweise die Mehrkosten decken, heißt es in einer Meldung des St. Theresien-Krankenhauses Nürnberg. Man stehe aufgrund der Unterfinanzierung vor unlösbaren organisatorischen und finanziellen Problemen. Die Kosten für den zusätzlichen Aufwand pro Corona-Fall - 50 Euro - seien viel zu wenig, da allein die benötigten Schutzmaterialien inzwischen viel teurer seien.

Zudem komme nur ein Bruchteil der Schutzausrüstung über die Kontingentverteilung, kritisiert die Geschäftsführerin Regina Steenbeek-Schacht in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Die aktuelle Vergütung für einen Corona-Fall sei mit etwa 2.000 Euro und einer Verweilsdauer von teilweise mehr als 14 Tagen sehr gering. "Mir drängt sich leider der Verdacht auf, dass Sie mithilfe der (...) Unterfinanzierung Häuser wie unsere aus der Krankenhauslandschaft entfernen wollen", so Regina Steenbeek-Schacht. 

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