Die Stadt Darmstadt sichert ihrem städtischen Klinikum mit einer Finanzspritze von 15 Millionen Euro das Überleben. "Die Stadt muss ihrem Krankenhaus unter die Arme greifen und eine Eigenkapitalerhöhung von 15 Millionen Euro stemmen – erstmals seit Gründung der Klinikum Darmstadt GmbH im Jahr 2009. Die städtische Gesellschaft hat im dritten Pandemiejahr keine Reserven mehr, musste selbst Kredite aufnehmen, um die Liquidität zu sichern", schreibt die "Frankfurter Rundschau" (FR).
Kliniken und Stadt sind mit dieser Notoperation überhaupt nicht zufrieden, sehen sie doch das Land Hessen und die Krankenkassen in der Pflicht. "Es ist ein Skandal, dass das Land die Kliniken im Regen stehen lässt", zitiert die FR den Stadtkämmerer André Schellenberg. Die Lage ist angespannt. Bund, Länder und Krankenkassen sind finanziell ausgeblutet und in Zukunft wohl nur noch bedingt bereit, Krankenhäusern mit Finanzspritzen zu helfen. Vermutlich wird das Klinikum Darmstadt nicht das einzige Krankenhaus bleiben, dass von seinem Träger gerettet werden muss.