Corona-Bonus

Deutscher Pflegerat fordert Corona-Prämie für alle Pflegekräfte

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Deutscher Pflegerat fordert Corona-Prämie für alle Pflegekräfte
© GettyImage/Kzenon

Der Deutsche Pflegerat hat die von der Bundesregierung angekündigte Coronaprämie für das Krankenhauspersonal kritisiert. Zwar sei sie ein Ausdruck der Wertschätzung für den Einsatz der professionell Pflegenden, jedoch fehle ein einheitliches Konzept, sagt Christine Vogler, Vize-Präsidentin des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), "denn alle Pflegenden waren und sind von der Pandemie betroffen – in der direkten Versorgung der Patientinnen und Patienten oder auch in der Versorgung von potentiell infizierten Personen".

Die Prämie müsse allen professionell Pflegenden zukommen, unabhängig davon, ob sie in Krankenhäusern, in Rehabilitationskliniken oder in den Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege arbeiten. Wichtig sei eine faire, schnelle und einfache Auszahlung. Zudem müsse die Hängepartie der ersten Corona-Prämie in den Krankenhäusern beendet werden. Wichtiger als eine Prämie sei eine angemessene Bezahlung der Beschäftigten. Daher sei zu prüfen, ob die für die Corona-Prämie vorgesehenen Gelder ein guter Einstieg in eine dauerhaft bessere Vergütung sein könnten.

Deutliche Kritik kommt auch vom Berufsverband Deutscher Internisten: „Patientenversorgung ist eine Teamaufgabe. Dass die Bundesregierung bei den Corona-Prämien Ärztinnen und Ärzte erneut übergeht, ist nicht gerade teamförderlich, ein absolutes Unding und respektlos“, kritisiert BDI-Vizepräsident Dr. Kevin Schulte, Nephrologe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Besonders für die Kollegen in Weiterbildung, die nicht am oberen Ende des Gehaltsgefüges stehen, sei das "ein Schlag ins Gesicht“, so Schulte weiter.

Insgesamt stellt der Bund 450 Millionen Euro als Corona-Prämie für Klinikmitarbeiter bereit. Damit sind steuerfrei bis zu 1.500 Euro pro Mitarbeiter möglich – das Geld soll bis Ende Juni ausgezahlt werden. Insgesamt sind 1.038 Kliniken anspruchsberechtigt, wie aus einem Papier des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) hervorgeht.

Autor

 Christina Spies

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