Covid-19

DIVI rechnet mit mehr als 6.000 Corona-Intensivpatienten

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DIVI rechnet mit mehr als 6.000 Corona-Intensivpatienten
© GettyImages/Westend61

Krisenmodus statt Besinnlichkeit: Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) rechnet noch vor Weihnachten mit mehr als 6.000 intensivpflichtigen Corona-Patienten. Den Peak der Infektionswelle erwartet Andreas Schuppert, Modellierer der DIVI, für Mitte Dezember. Aufgrund der leicht gesunkenen Inzidenz könnte es auch schon früher der Fall sein. Auf den Intensivstationen wird sich das jedoch erst später bemerkbar machen. 

Zu der ohnehin schon angespannten Situation mischt sich nun auch noch die neue Omikron-Mutante. Viel bekannt ist bisher noch nicht. DIVI-Präsident Gernot Marx mahnt zur Vorsicht: "Wir sind gut beraten, sofort und umfassend zu reagieren, um auf Nummer sicher zu gehen. Wir brauchen konkrete Maßnahmen, um die pandemische Entwicklung, die in die falsche Richtung geht, umgehend zu stoppen", so Marx in einer Pressekonferenz am Mittwoch. Eine hohe Impfquote sei die Voraussetzung, um die vierte Welle abzuflachen.

Was eine Impfpflicht betrifft, hat die DIVI ihre Meinung geändert. "Wir waren immer für Freiwilligkeit", betont Marx, "aber die Impfungen haben freiwillig nicht zu dem notwendigen Ergebnis geführt". Auch an einer bundesweit einheitlichen Notbremse führt aus Sicht der Intensivmediziner kein Weg vorbei. Ebenso müssen, soweit es medizinisch vertretbar ist, planbare Operationen verschoben werden. Marx richtet den Blick aber nicht nur auf die Pandemielage sondern auch auf die Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege und fordert einen Umschwung. Es sollten Perspektiven für langfristige Programme entwickelt werden, damit die Pflegekräfte ihren Job auch weiterhin machen wollen. "Care for the carers", so Marx, denn die rund zwei Millionen Intensivpatienten pro Jahr müssen auch weiterhin gut versorgt werden können. Im Hinblick auf die gegenwärtige Situation unterscheidet sich die vierte Welle deutlich von den ersten drei.

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Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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