200-Milliarden-Hilfspaket

DKG reagiert mit Entsetzen auf den Beschlussentwurf der Ministerpräsidenten 

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DKG reagiert mit Entsetzen auf den Beschlussentwurf der Ministerpräsidenten 
© Fabian Fiechter für Unispital Basel

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt sich entsetzt über den Vorschlag für einen Inflationsausgleich. Im Beschlussentwurf der Ministerpräsidentenkonferenz befinde sich kein Wort zu den Krankenhäusern, monierte die DKG. „Wir haben den Eindruck, dass die Bundesregierung glaubt, mit ihrem 200 Milliarden Hilfspaket Krankenhäuser und andere Unternehmen über einen Kamm scheren zu können. Das wird aber nicht funktionieren. Während andere Unternehmen zumindest einen Teil der Kostensteigerungen über Preisanhebungen ausgleichen können, ist dies für Krankenhäuser unmöglich. Wir können auch nicht zeitweise unseren Betrieb einstellen oder Temperaturen absenken, um Kosten einzusparen“, erklärte DKG-Chef Gerald Gaß. Wenn im November in den Kliniken die Weihnachtsgelder ausgezahlt werden müssen, könnten sonst bei einem Teil der Krankenhäuser sehr bald die Lichter ausgehen.

Die gestiegenen Gas- und Energiepreise treffen die Krankenhäuser als Großverbraucher ohne realistische Einsparpotenziale hart. Kliniken seien aber in besonderem Maß von weiteren Preissteigerungen betroffen, zum Beispiel bei Medizinprodukten oder den unverzichtbaren Dienstleistungen zahlreicher Zulieferbetriebe. „Darauf müssen Entlastungspläne für die Krankenhäuser Rücksicht nehmen. Unsere ungedeckten Kostensteigerungen werden sich von 2021 bis Ende 2023 auf über 15 Milliarden Euro aufsummieren. Fast 10 Milliarden davon entfallen auf die hohen allgemeinen Sachkostensteigerungen, wie der vom Statistischen Bundesamt aktuell berechnete Orientierungswert als krankenhauspezifische Inflationsrate eindrucksvoll belegt“, so Gaß.

Derzeit stimmen sich die Ministerpräsidenten der Länder mit dem Bundeskanzler über Details ab.

Autor

 Jens Mau

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