Finanzsituation der Kliniken

DKG startet Kampagne

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DKG startet Kampagne
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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat eine bundesweite Kampagne angeschoben, mit der sie auf die wirtschaftliche Not der Kliniken hinweisen will. Kern der Kampagne ist ein Infomobil sowie weitere Veranstaltungen, die die DKG mit den Landeskrankenhausgesellschaften stemmt. Nach den Belastungen der Pandemie belasten die Krankenhäuser nun die Inflation und die extrem gestiegenen Energiepreise. Diese Kosten können die Kliniken nicht weitergeben. Die Kostensteigerungen treffen auf staatlich reglementierte Preise. Vorgesehen ist für 2022 nur eine Steigerung der Einnahmen für die Kliniken von 2,32 Prozent. Die Inflation liegt aber schon bei knapp acht Prozent und wird auf zehn Prozent steigen. "Es ist völlig inakzeptabel, dass die Politik einfach hinnimmt, dass bereits in diesem Jahr 60 Prozent der Krankenhäuser rote Zahlen schreiben und sich die Lage im kommenden Jahr noch weiter zuspitzen wird", sagt der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß. Nach einer aktuellen Blitzumfrage sehen knapp 40 Prozent der Krankenhäuser ihre wirtschaftliche Situation so gefährdet, dass Insolvenzen drohen. 

Ohne einen Inflationsausgleich drohe den Kliniken ein massiver Personalabbau, warnt die DKG. "Wir brauchen jetzt kurzfristige finanzielle Hilfe", so DKG-Chef Gaß. Die Umsetzung sei nach Auffassung der DKG einfach und unbürokratisch möglich. "Wir fordern einen Inflationsausgleich in Form eines Rechnungsaufschlags auf die Krankenhausrechnungen. Dies wäre eine schnelle, unbürokratische Hilfe. Die Kosten dürfen aber nicht bei den Krankenkassen landen, sondern müssen vom Bund in Form eines höheren Zuschusses für die Kassen übernommen werden. Die Krankenhäuser sind in Not wie viele andere energieintensive Unternehmen auch. Aber die stützt der Bund mit Hilfen in Milliardenhöhe", so Gaß.

Autor

 Jens Mau

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