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Dresden schafft zusätzliche Kapazitäten für Covid-Patienten

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Dresden schafft zusätzliche Kapazitäten für Covid-Patienten
© GettyImages.com/Taechit Taechamanodom

Das Dresdener Universitätsklinikum reagiert auf die weiter steigenden Infektionszahlen und weitet seine Kapazitäten um eine weitere Normalstation für Covid-Patienten aus. Somit werden jeweils zwei Normal- und Intensivstationen für die Erkrankten bereit gehalten. Dies wirkt sich auf die Krankenversorgung im Klinikum aus, da Pflegende und Ärzte verstärkt auf den Stationen eingesetzt werden. Termine für geplante Operationen oder umfassende Untersuchungen seien zunehmend abgesagt worden, teilt das Klinikum mit. 

Für Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Klinikums, ist dieser Schritt alternativlos. "Uns bleibt keine andere Wahl, als den Klinikumsbetrieb an die aktuellen Verhältnisse anzupassen", sagt Albrecht, "dennoch haben diese Maßnahmen einen bitteren Beigeschmack. Die übergroße Zahl der am Uniklinikum behandelten Covid-19-Erkrankten ist ungeimpft." Stand Montag liegt der Anteil der Geimpften auf der Intensivstation bei zehn Prozent, auf der Normalstation ist es etwa ein Drittel. Von den Impfdurchbrüchen sind nach Angaben des Klinikums durchweg Menschen betroffen, die unter schweren Vorerkrankungen leiden, immunsupprimiert oder sehr alt sind, in einigen Fällen würden mehrere Faktoren zutreffen. 

Durch die pandemiebedingten Umstrukturierungen könnten beispielsweise betagte menschen nach einem Knochenbruch nicht mehr so umfassend akutgeriatrisch versorgt werden wie bisher, so Albrecht. Damit würden ihre Chancen sinken, nach dem Aufenthalt in Krankenhaus und Reha-Klinik wieder so fit zu sein, dass sie danach in ihr eigenes Zuhause zurückkehren könnten. 

Die derzeitige Situation bringt auch das Personal in Dresden an die Leistungsgrenze. "Es ist eine zunehmende Demotivation in den ITS-Teams spürbar", konstatiert Albrecht. Einzelne Mitarbeitende aus dem Pflegedienst hätten in den vergangenen Monaten gekündigt. Hinzu komme eine hohe, saisonal bedingte Erkrankungsrate. Deshalb wurden die Regeln zum Infektionsschutz im Klinikum verschärft. Unter anderem gilt seit Montag für alle Kliniken und Stationen ein Besuchsverbot, das nur wenige Ausnahmen zulässt. 

 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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