Die Inbetriebnahme soll laut Mitteilung des Landkreises dann im zweiten Quartal 2029 abgeschlossen sein. Dafür ist der Umzug zweier Krankenhäuser im Vollbetrieb notwendig. Die Aufgabe der beiden Standorte Böblingen und Sindelfingen zugunsten des Neubaus sei rückblickend aber eine weitsichtige und kluge Entscheidung gewesen, da keines der beiden Häuser angesichts der heutigen Veränderungen im Gesundheitswesen langfristig zukunftssicher gewesen wäre.
Gründe für die Verzögerung
Ursprünglich hatte der Neubau 2024 fertiggestellt werden sollen. Als wesentliche Ursache für den neuen Zeitplan nennt der Landkreis die Insolvenz eines Planungsbüros für die Gewerke Heizung, Kälte, Lüftung und Sanitär. Um einen vollständigen Baustopp zu vermeiden, sei der Ablauf umgestellt worden. Seither werde von den oberen Geschossen in Richtung Untergeschoss geplant und gebaut. Insbesondere bei den technischen Leitungswegen und Verbindungen im Untergeschoss seien erneute Prüfungen und Anpassungen erforderlich gewesen.
Kosten steigen auf 850 Millionen Euro
Auch bei den Kosten rechnen die Projektverantwortlichen inzwischen mit einem höheren Aufwand. Nachdem das ursprünglich veranschlagte Budget von 802 Millionen Euro bereits zu einem früheren Zeitpunkt als nicht haltbar eingestuft worden war, geht der Landkreis nun von rund 850 Millionen Euro aus. Zwar lägen noch nicht alle abschließenden Kostenangaben vor, dafür seien in der aktuellen Schätzung aber sämtliche Projektkosten vom Grundstückserwerb bis zur Inbetriebnahme enthalten. Zudem würden die Mehrkosten derzeit über Projektreserven finanziert.
clu
