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Großkrankenhäuser monieren Verluste wegen Corona

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Großkrankenhäuser monieren Verluste wegen Corona
Non approving gesture. © GettyImages/ivstiv

Laut einer Umfrage der Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser (AKG) unter ihren Mitgliedern hat sich die Lage für kommunale Maximalversorger durch Corona verschlechtert. Einer Umfrage bei den 24 AKG-Mitgliedern hat ergeben, dass bis auf wenige Ausnahmen alle kommunalen Großkrankenhäuser mit einer Verschlechterung der Jahresergebnisse rechnen. „Im Durchschnitt ergeben sich dabei pandemiebedingte Verluste von rund fünf Millionen Euro je Haus“, erklärt Nils Dehne, Geschäftsführer der AKG. Die Umfrage bestätige damit die Befürchtungen der AKG, dass die Ausgleichspauschalen für viele Maximalversorger nicht kostendeckend seien. „Schwere Covid-19 Fälle sind unterfinanziert“, so die Diagnose von Nils Dehne. 

„Es darf nicht sein, dass diejenigen Krankenhäuser, die die Hauptlast der Covid-19 Versorgung getragen haben, am Ende zu den wirtschaftlichen Verlierern werden“, moniert der Vorstandsvorsitzende der AKG, Matthias Bracht. Die Krise zeige einmal mehr, dass die Systematik des DRG-Systems nur Antworten auf leistungs- und nicht versorgungsorientierte Herausforderungen liefere, so Bracht. Hochspezialisierte Kliniken mit einem eingeschränkten Leistungsspektrum und materialintensiven Behandlungen (z.B. Endoprothetik) würden besonders von der neuen Berechnungslogik für die Freihaltepauschalen profitieren, so Bracht. „Die Debatte um die Ausgleichspauschalen hat einmal mehr gezeigt, dass ein geeignetes Instrument zur Berücksichtigung der regionalen Versorgungsrolle fehlt“, bemängelt Dehne.

Die AKG-Kliniken sind ein Interessenverbund von 24 Großkrankenhäusern und Krankenhausverbünden aus dem gesamten Bundesgebiet mit einem Umsatz von insgesamt 9,5 Milliarden Euro. Der Verband repräsentiert laut eigenen Angaben neun Prozent der deutschen Krankenhausversorgung. 

Autor

 Jens Mau

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