Ambulantisierung

Helios reorganisiert sein MVZ-Geschäft

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Helios reorganisiert sein MVZ-Geschäft
Helios COO, im Gespräch mit Enrico Jensch © Thomas Oberländer/Helios Kliniken

Die Ambulantisierung der Medizin ist in vollem Gange. Damit wächst auch die Relevanz des ambulanten Marktes. Der Klinikriese Helios baut derzeit sein MVZ-Portfolio um – und setzt vor allem auf Diagnostik und schneidende Fächer.

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl geriet der Klinikkoloss Helios in die Schlagzeilen, weil das Unternehmen eine gezielte Verringerung der Arztstellen in Krankenhäusern angekündigt hatte. Das Unternehmen begründet den Abbau mit dem Fallzahlrückgang in Kliniken und der zunehmenden Ambulantisierung. Für die f&w-Redaktion drängte sich da die Frage auf, wie die MVZ-Strategie von Deutschlands größtem Klinikbetreiber aussieht und hat deshalb für die neue Ausgabe ein ausführliches Interview mit Helios-COO Enrico Jensch geführt. Der Manager ist seit 2019 bei Helios für die 130 MVZ verantwortlich und hat einen ambitionierten Plan. Bisher schreibt der Bereich rote Zahlen. Jensch will den Umsatz von derzeit 200 Millionen bis 2025 auf 350 Millionen Euro steigern – und das MVZ-Geschäft so profitabel machen. 

Wie Helios dieses ambitionierte Ziel erreichen will, ist im Helios-Projekt "Cinderella“ skizziert. Helios will das Portfolio demnach bereinigen (zum Beispiel Augenheilkunde) und bestimmte krankenhausrelevante Fächer noch stärker mit den Kliniken verzahnen (zum Beispiel Kardiologie, Onkologie oder Gynäkologie). Umsatz- und profitträchtige Fächer will der Konzern zu Profitcentern ausbauen, die digital vernetzt sind und rund um die Uhr diagnostische Leistung erbringen können. Dazu zählen etwa Radiologie, Pathologie oder Labore. Chirurgie, Orthopädie und andere schneidende Fächer sollen ebenfalls ausgebaut werden (Stichwort: ambulantes Operieren). 

Bisher waren MVZ lokal geführte „Gemischtwarenläden“, Add-ons der Kliniken, so Jensch. Sie sollten in erster Linie das stationäre Geschäft zufüttern. Zukünftig sollen die einzelnen Fachbereiche überregional organisierten werden – mit gemeinsamen Qualitätsstandards und medizinischen Leitungen. Die Chefs der ambulanten Fachbereiche sollen medizinische Koryphäen sein und zukünftig auf Augenhöhe mit den Fachgruppen der Kliniken agieren. Insgesamt sieht der Konzern großes Wachstumspotenzial im ambulanten Bereich.  

Das komplette Interview mit Enrico Jensch lesen Sie als Abonnent hier

Autor

 Jens Mau

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