Die Universitätsmedizin Greifswald verlagert mehrere planbare herzchirurgische und interventionelle Eingriffe nach Karlsburg.
Wie das Klinikum mitteilt, finden ab Mitte Februar elektive Operationen am Herzen ausschließlich in Karlsburg statt. Eingriffe in Greifswald erfolgen dann nur noch, wenn akute Notfälle einen sofortigen Eingriff erfordern.
TAVI-Verfahren werden ebenfalls verlagert
Die Verlagerung betrifft auch interventionelle Eingriffe wie kathetergestützte Aortenklappenimplantationen (TAVI). Diese benötigen ein interdisziplinäres Team aus Herzchirurgen, Kardiotechnikern, Anästhesisten und spezialisierten Pflegekräften. Die Universitätsmedizin will damit die Abläufe bündeln und die Strukturen am Standort Karlsburg anpassen.
Der Schritt steht laut Klinik im Zusammenhang mit der gesundheitspolitischen Debatte über eine stärkere Konzentration medizinischer Leistungen. Personal sei begrenzt verfügbar, während sich Behandlungsvolumina bisher auf viele Kliniken verteilt hätten. Greifswald und Karlsburg passen ihre Strukturen bereits vor der zu Jahresbeginn 2027 geplanten Fusion und der formalen Zuweisung von Leistungsgruppen an.
„Wir haben uns als Vorstand der Universitätsmedizin im Vorfeld intensiv mit den Leitungen der beteiligten Kliniken aus Greifswald und Karlsburg beraten und den Entschluss gefasst, unsere Ressourcen bereits jetzt zu bündeln“, sagte Toralf Giebe, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Greifswald. Ziel sei eine bessere Versorgung in der Region. Die weitere Ausdifferenzierung des Leistungsspektrums soll in den kommenden Monaten folgen.
dpa
