Rund 100 Tage nach der Übernahme des ehemaligen DRK-Krankenhauses Biedenkopf zieht der Landkreis Marburg-Biedenkopf eine positive Zwischenbilanz. Inzwischen sei der Klinikbetrieb stabilisiert und werde an der Weiterentwicklung des Hauses gearbeitet.
Der Landkreis hatte das insolvente Haus zum 1. Januar 2026 übernommen und führt den Betrieb seitdem unter dem Namen „Hinterland-Klinik“ fort. Als Beleg für die positive Entwicklung verweist er insbesondere auf Neueinstellungen, erste Investitionen und steigende Fallzahlen.
Bei einer guten Bewerbungslage seien bereits mehrere Neueinstellungen erfolgt, sodass es in den kommenden Monaten möglich werden solle, den Einsatz von Leiharbeitskräften schrittweise zu reduzieren. Zugleich seien erste Investitionen angestoßen worden: Neben 20 neuen elektrischen Klinikbetten sollen zwei mobile EKG-Monitore beziehungsweise Defibrillatoren für die Zentrale Notaufnahme und die Intensivstation beschafft werden. Dafür investiert die Klinik nach eigenen Angaben rund 100.000 Euro. Weitere 300.000 Euro sollen in eine neue radiologische Anlage fließen. Auch die Fallzahlen entwickelten sich positiv und lagen laut Klinik im ersten Quartal etwa drei Prozent über dem Vorjahreswert.
Für den Rest des Jahres liege der Fokus weiter auf der Stabilisierung des Klinikbetriebes und auf der Entwicklung der Medizinstrategie für das Jahr 2027.
clu
