Reformdebatte

Kliniken begrüßen Leopoldina-Vorschläge

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Kliniken begrüßen Leopoldina-Vorschläge
© iStock.com/thelinke

Die gestern veröffentlichten Leopoldina-Vorschläge zur Reform des Gesundheitswesen haben Lob, aber auch Kritik hervorgerufen. 

"Für die Krankenhausversorgung der Zukunft gibt die Leopoldina in ihrer Stellungnahme wichtige Hinweise", erklärte Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands (KKVD). Die Krankenhausfinanzierung müsse reformiert werden. Notwendig sei ein Finanzierungsmodell, das ein flächendeckendes Netz zur Grund- und Regelversorgung sichert und dafür die notwendigen Vorhaltekosten pauschal bereitstellt. Es führe jedoch in die falsche Richtung, die Strukturen und Finanzierung der Kliniken weiter einseitig auf Effizienz und Wettbewerb auszurichten. "Setzt sich diese Politik fort, gefährdet dies die in der Krise gerade unter Beweis gestellte hohe Flexibilität und Handlungsfähigkeit in der Krankenhausversorgung", so Rümmelin.

Auch der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) begrüßt die "Forderung nach einem zukünftig mehr patientenorientierten, qualitätsgesicherten und weniger gewinnorientierten Gesundheitssystem und damit einhergehende Reformvorschläge für die zukünftige Gestaltung des DRG-Systems". Kritisch äußert sich VLK-Präsident Michael Weber indes zu den Empfehlungen, die Uniklinika deutlich zu stärken. "Die Bedeutung der Universitätsmedizin ist in der Forschung und Translation der Ergebnisse in die Behandlung unumstritten. Ihr Anteil an der Versorgung ist im High-care-Bereich mit Organersatztherapie hoch, wird aber insgesamt in der Stellungnahme weit überschätzt", so Weber. Das zeige allein der Zahlenvergleich zwischen ca. 40 Universitätsklinika in Deutschland und aktuell 1.273 meldenden Krankenhäusern im DIVI-Intensiv-Register. Die flächendeckende Versorgung mit Reservekapazitäten habe sich enorm bewährt, so Weber. "Damit sind frühere
Vorschläge zu einer radikalen Zentralisierung und Reduktion von Betten obsolet geworden."

Autor

 Florian Albert

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