Viele Krankenhäuser gehen davon aus, dass sie der Wegfall des befristeten Rechnungszuschlags beziehungsweise dessen deutliche Reduzierung wirtschaftlich belasten wird.
Das zeigt eine Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), an der 267 Krankenhäuser teilgenommen haben. 76 Prozent der Kliniken gehen von einer sehr starken wirtschaftlichen Belastung aus. Überdurchschnittlich oft (85 Prozent) sagen dies Klinken aus dünn besiedelten ländlichen Kreisen. 70 Prozent der Krankenhäuser gehen zudem nicht davon aus, dass sie die Reduzierung des Zuschlags aus eigener Kraft kompensieren können. 26 Prozent glauben, dass sie dies teilweise schaffen werden.
76 Prozent aller Kliniken planen Einstellungsstops oder wollen freie Stellen nicht wieder besetzen. 65 Prozent werden Investitonen verschieben oder streichen. Jedes zweite Krankenhaus will Personal abbauen, rund ein Drittel Leistungsangebote einschränken oder streichen. Viele Kliniken wollen zudem ihre Sachkosten senken.
Der auf ein Jahr befristete Rechnungszuschlag in Höhe von 3,25 Prozent ist am 31. Oktober 2026 ausgelaufen. Er kostete vier Milliarden Euro und wurde aus dem Schuldenpaket (Sondervermögen) des Bundes gezahlt, das eigentlich für Investitionen in die Infrastruktur gedacht war. Der Zuschlag firmierte unter dem Titel "Sofort-Transformationskosten". Derzeit plant die Bundesregierung einen neuen Zuschlag mit einem jährlichen Volumen von 450 Millionen Euro.
An der nicht repräsentativen Umfrage des DKI nahmen zwischen 22. und 27. Oktober 2026 insgesamt 267 Allgemeinkrankenhäuser teil.
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