Rheinland-Pfalz

Kliniken fehlen 164 Millionen Euro

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Kliniken fehlen 164 Millionen Euro
© GettyImages/lappes

Die veranschlagte Erhöhung der Investitionsmittel für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz ist zu gering, wie der Landesverband der Privatkliniken in Rheinland-Pfalz und dem Saarland mitteilt. Die Kliniken benötigten mindestens 300 Millionen Euro pro Jahr statt der 136 Millionen Euro Investitionsmittel. 

„Die avisierte Erhöhung der Einzelförderung um fünf Millionen Euro und drei Millionen für die Pauschalförderung ist viel zu gering bemessen“, so Christoph Smolenski, stellvertretender Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz (KGRP) und Vorsitzender des Landesverbands der Privatkliniken in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die KGRP hatte bereits im Januar darauf hingewiesen, dass die geplante Anhebung der Einzelfördermittel auf 71 Millionen Euro und der Pauschalförderung auf 65 Millionen Euro nicht ausreichend sei. 

Das Defizit der Investitionsmittel lasse sich unter anderem aus der jährlich vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) ermittelten Bezugsgröße für Investitionsbewertungsrelationen herleiten. Die Bezugsgröße gibt die durchschnittlichen Investitionskosten pro Krankenhausfall wieder. Diese lag zuletzt bei 340,60 Euro. Bei geschätzten 900.000 Krankenhausfällen in Rheinland-Pfalz pro Jahr ergebe sich somit ein Investitionsbedarf in Höhe von 306 Millionen Euro pro Jahr.

„Für einen umfassenden Strukturwandel sind weit höhere Mittel notwendig. Die Schätzung der KGRP, dass zum kurzfristigen Abbau des bereits bestehenden massiven Investitionsstaus im Bereich Krankenhausbau zusätzlich ein Sonderfonds in Höhe von eine Milliarde Euro eingerichtet werden müsste, ist sicherlich nicht zu hoch gegriffen. Das Land sollte angesichts der zu erwartenden hohen Steuereinnahmen die Chance nutzen und umfassend in die Krankenhausinfrastruktur investieren. Über ein flächendeckendes Netz leistungsfähiger Krankenhäuser zu verfügen, ist schließlich ein entscheidender Standortvorteil in unserer alternden Gesellschaft“, fordert Smolenski.

Autor

 Anika Pfeiffer

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