Wachsender Unmut

Klinikmanager über das Impf-Problem in NRW

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Klinikmanager über das Impf-Problem in NRW
Impfstoff von Biontech © Biontech

Das Krisenmanagement der Bundesregierung stößt zunehmen auch bei Klinikmanagern auf Kritik. In der „Zeit“ hat sich jetzt Wolfgang Mueller aus Datteln zum Thema Impfen und Freihaltepauschalen zu Wort gemeldet. Wolfgang Mueller, Geschäftsführer der Vestischen Caritas-Kliniken in Datteln, erklärt in einem Interview, was die abgesagten Impfungen des Personals in seinem Betrieb ausgelöst haben: „Die Wirkung war verheerend. Die Mitarbeiter waren enttäuscht, frustriert, manche auch wütend."

In Nordrhein-Westfalen ist das Problem laut Müller offenbar gravierender als anderswo: „Ich habe einige Kollegen angeschrieben, ihnen von der Situation in NRW berichtet und gefragt, wie es bei ihnen läuft. Ich bekam vereinzelt Rückmeldungen, dass es hier und da zu Verzögerungen kommt. Aber einen kompletten Abbruch der Impfaktion wie in NRW hat es offenbar sonst nirgendwo gegeben. Das wundert mich schon.“

Auch die Finanzierung der Kliniken in der Corona-Krise kritisiert der Klinikmanager. „Seit Mitte November bekommen nur wenige Häuser wieder Unterstützung. Diese wurde jetzt erneut stumpf um einen Monat verlängert. Aber wir sind kein Kiosk. Unsere GmbH hat weit über 3.000 Mitarbeiter, da brauche ich Planungssicherheit für das ganze Jahr. Ich glaube, niemand in der Bundesregierung geht davon aus, dass die Pandemie am 31. März endet. Die Krankenhäuser brauchen eine Perspektive darüber, wie es jetzt weitergehen soll“, fordert Mueller in der „Zeit“.

Autor

 Jens Mau

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