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Klinikum Nürnberg eröffnet Tagesklinik für Post-Covid-Patienten

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Klinikum Nürnberg eröffnet Tagesklinik für Post-Covid-Patienten
Nurses pushing seniors in wheelchair thru nursing home © GettyImage/Kzenon

An der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie sowie an der Klinik für Innere Medizin, Schwerpunkt Geriatrie, wurden tagesklinische Plätze für Post-Covid-Patienten eingerichtet. Damit geht neben der ambulanten Post-Covid-Sprechstunde eine weitere Säule an den Start. 

„Die Betroffenen finden nicht mehr in den Tagesrhythmus, fühlen sich erschöpft und müde, der Körper läuft unter Dauerstress“, schildert Prof. Dr. Christiane Waller, Chefärztin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg. Noch Monate nach der eigentlichen Erkrankung leiden die Betroffenen unter Müdigkeit, Kurzatmigkeit und eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Die Entscheidung für die Tagesklinik fiel, weil sich zuletzt die Anfragen und Fälle in der Ambulanz häuften. Patienten mit entsprechenden Symptomen können nun während der drei- bis vierwöchigen Verweildauer von Fachleuten interdisziplinär und multimodal begutachtet und therapiert werden. Zuvor soll jedoch ausgeschlossen werden, ob andere körperliche Ursachen der Grund für die Beschwerden sind. Dafür werde eng mit der Klinik für Pneumologie zusammen gearbeitet. 

Einen Schwerpunkt der Behandlung übernimmt die Abteilung für Physikalische Therapie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, indem mit speziellen physiotherapeutischen, ergotherapeutischen und logopädischen Programmen die körperlichen Fähigkeiten wiederhergestellt werden. Stressreduktion und körperliche Aktivierung stehen im Zentrum der Behandlung, teilt das Klinikum mit. 

Bei den älteren und oft schon mehrfach vorerkrankten Patienten, die mit Post-Covid in die Tagesklinik kommen, gehe es vor allem darum, sie nach der Erkrankung wieder zu mobilisieren. Die Geriatrischen Tageskliniken am Klinikum Nürnberg bieten diesen Patienten ein multiprofessionelles und interdisziplinäres Therapiekonzept, das auch auf die seelischen und sozialen Bedürfnisse der Patienten eingehe. Das sei besonders wichtig, weil es unter den erkrankten Senioren besonders viele Patienten gebe, die die Corona-Pandemie in vielerlei Hinsicht sehr hart getroffen habe, sagt Prof. Dr. Markus Gosch, Chef der Klinik für Innere Medizin 2, Schwerpunkt Geriatrie.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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