Die Landesregierung Rheinland-Pfalz stellt für Bauprojekte an zwei Krankenhäusern in Kandel und Ludwigshafen mehr als 141 Millionen Euro bereit. Das teilte die Staatskanzlei mit.
Ministerpräsident Alexander Schweitzer überreichte die Förderbescheide an die Asklepios Südpfalzklinik Kandel und an das Krankenhaus „Zum Guten Hirten“ in Ludwigshafen. Die Mittel stammen aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm 2025. Für Kandel bewilligte das Land zunächst zehn Millionen Euro, für Ludwigshafen 25 Millionen Euro.
Neubau und Erweiterung in Kandel
Die Asklepios Südpfalzklinik Kandel erhält für einen Erweiterungs- und Teilneubau einen Festbetrag von rund 64,9 Millionen Euro. Die baufachlich geprüften Gesamtkosten liegen bei rund 72 Millionen Euro. Der Träger beteiligt sich mit zehn Prozent Eigenanteil.
Der Neubau bündelt zentrale medizinische Bereiche. Dazu gehören der OP-Trakt, die Notaufnahme und die Intensivstation. Die Klinik übernimmt die Notfallversorgung für den Landkreis Germersheim und behandelt jährlich rund 9.600 Patient:innen.
Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Die Betonage des ersten Bauabschnitts läuft. Das Richtfest ist für Februar geplant. Die Inbetriebnahme soll im Januar 2028 erfolgen. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für das vierte Quartal 2029 vorgesehen. Das Land fördert auch Photovoltaikanlagen sowie die Begrünung der Dächer.
Erweiterungsbau für Fachkrankenhaus in Ludwigshafen
Das Krankenhaus „Zum Guten Hirten“ in Ludwigshafen erhält einen Erweiterungsneubau mit fünf Obergeschossen und einem Untergeschoss. Träger ist die Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern. Das Haus behandelt jährlich rund 3.000 Fälle, mehr als die Hälfte im Bereich Psychiatrie und Psychosomatik.
Für das Bauvorhaben mit Gesamtkosten von rund 89 Millionen Euro vereinbarte das Land einen Festbetrag von rund 76,6 Millionen Euro. Die erste Bewilligungsrate beträgt 25 Millionen Euro. Weitere Mittel sollen nach Baufortschritt folgen.
Der Baustart ist für April vorgesehen. Die Umsetzung erfolgt abschnittsweise bis 2031. Der Klinikbetrieb soll während der gesamten Bauzeit ohne Einschränkungen weiterlaufen. Geplant ist eine Umstellung der Wärmeversorgung auf Erd- und Fernwärme. Zudem entsteht eine Photovoltaikanlage mit 135 Kilowattpeak.
Fördervolumen im Überblick
Insgesamt beläuft sich die Landesförderung für beide Standorte auf rund 141,5 Millionen Euro. Die bisher ausgezahlten Mittel summieren sich auf 35 Millionen Euro.
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