Grundlage der Vorschläge seien detaillierte Kostenanalysen einzelner Mitgliedskrankenhäuser, die anschließend systemweit hochgerechnet wurden, erklärt der Verband. Im Mittelpunkt stehen der Abbau redundanter Melde- und Nachweispflichten, die Vereinfachung von Prüfverfahren sowie eine stärkere Standardisierung und Automatisierung von Datenerhebungen.
"Allein durch den Rückbau administrativer Mehrfachstrukturen lassen sich nach Berechnungen des Verbands für fünfzehn Beispiele weit über 26 Millionen Euro pro Jahr bundesweit einsparen ohne Leistungsabbau und ohne Einschränkungen für Patientinnen und Patienten“, schreibt der Verband. "Wir haben bewusst nicht mit abstrakten Modellannahmen gearbeitet, sondern mit konkreten Kostenanalysen aus unseren Krankenhäusern", sagt Christoph Radbruch, Vorsitzender des DEKV. "Diese Zahlen zeigen sehr klar, wie teuer Bürokratie im Alltag ist und wie viel Entlastung möglich wäre, wenn Dokumentations- und Nachweispflichten konsequent vereinfacht würden."
Der Verband betont, dass Bürokratieabbau kein Randthema der Krankenhausreform ist, sondern ein zentraler Hebel zur Stabilisierung der Finanzierung und zur Entlastung des Personals.
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