Jahresergebnis

KRH Klinikum Region Hannover rutscht in rote Zahlen

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KRH Klinikum Region Hannover rutscht in rote Zahlen
© Pixabay/Bru-nO

Das KRH Klinikum Region Hannover ist in rote Zahlen gerutscht und musste ein Minus von fast 13 Millionen Euro verbuchen. Das Konzernergebnis für das Jahr 2019 liegt bei einem Defizit von 12,8 Millionen Euro, teilt das Unternehmen mit. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, also ohne die Belastungen aus eigenen Investitionen, sei das Ergebnis mit 6,4 Millionen Euro positiv. 

Das geplante ausgeglichene Konzernjahresergebnis von 199.000 Euro in 2019 konnte wie angekündigt nicht erreicht werden. Es sei aber gelungen, ein deutlich besseres Ergebnis zu erreichen, als noch im Jahresverlauf prognostiziert, heißt es weiter. 

Die KRH Geschäftsführung mit Michael Born (Personal), Dr. Matthias Bracht (Medizin) und Barbara Schulte (Finanzen und Infrastruktur) bewertet das Jahr 2019 und die aktuelle Lage als außergewöhnlich herausfordernd: "Leider verkehren sich die Zielsetzungen der deutschen Gesundheitspolitik, die Qualität der Versorgung und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten weiter zu verbessern, in ihren realen Wirkungen in das Gegenteil: Statt mehr Pflege am Bett bewirken die Reformen weniger Versorgung mit noch höherem bürokratischem Aufwand und damit noch mehr Belastung für Beschäftigte." 

Die Einführung von verbindlichen Pflegepersonaluntergrenzen habe aufgrund der nicht verfügbaren zusätzlichen Pflegekräfte zu einer Einschränkung der Versorgungsmöglichkeiten der Krankenhäuser und damit zu weniger abrechenbarer Leistung und schlechteren wirtschaftlichen Ergebnissen geführt. Hochrechnungen im Jahresverlauf ergaben für das KRH ein daraus resultierendes Negativergebnis von bis zu 20 Millionen Euro. In der Summe habe dies zu einem Rückgang der Fallzahlen von 117.000 Fällen im Jahr 2018 auf 113.000 Fälle im Jahr 2019 geführt. Gleichzeitig sei aber die Behandlungsschwere der Patienten gestiegen. Der so genannte Case-Mix lag im Jahr 2019 durchschnittlich bei 1,055 Punkten. Im Jahr 2018 hatte er noch bei 1,043 gelegen. In den psychiatrischen Kliniken des KRH konnte die Zahl der Behandlungstage im Vergleich zum Vorjahr um 6.000 auf 279.000 gesteigert werden.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage habe das KRH im Jahre 2019 über 28 Millionen Euro zur Zukunftssicherung der Versorgung in der Region investiert. Ein Großteil davon wurde im Bereich der Modernisierungen von Stationen, Funktions- und Behandlungsbereichen und in die Medizin- und Gebäudetechnik eingesetzt. Zudem seien auch Investitionen getätigt worden, die den Beschäftigten und ihren Arbeitsbedingungen zu Gute kommen sollen.

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das Klinikum Region Hannover haben wird, könne noch nicht abschließend gesagt werden. 

Autor

 Christina Schröder

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