Corona

Labore: Testkapazität höher als Nachfrage

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Die Laborkapazitäten für die Sars-Cov-2-Tests steigen an. Die Zahl der vorgenommenen Tests ist hingegen rückläufig. Das berichtet die Ärzte Zeitung unter Berufung auf die Akkreditierten Labore in der Medizin e.V. (ALM). Demnach habe es in der vergangenen Woche Kapazitäten für rund 600.000 Tests gegeben, angefordert wurden hingegen 260.000 PCR-Tests, das sind zehn Prozent weniger als in der Woche zuvor. Nach Angaben des ALM-Vorsitzenden Dr. Michael Müller werde es in der kommenden Woche sogar Kapazitäten für 640.000 Tests geben. "Wir haben aktuell keinen Versorgungsengpass", zitiert das Ärzte Blatt ALM-Vorstandsmitglied Dr. Christian Scholz, "Das ist gut, weil wir damit künftige Spitzen abfangen können."

Der neue Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht künftig 4,5 Millionen Test pro Woche vor. Unklar sei dabei noch, ob es sich dabei um PCR-Tests oder um Schnelltests handeln soll. "Ich kann im Moment nicht erkennen, dass zusätzliche Kapazitäten nötig wären", so Müller. 

Die routinemäßig angeforderten Laboruntersuchungen wie der HbA1c- oder TSH-Wert werden derzeit weniger angefragt. Dies wirke sich auch auf die finanzielle Situation in den Laboren aus. "Der Zuwachs bei der Sars-Cov-2-Diagnostik kompensiert die Umsatzverluste und die nötigen Investitionen in Schutzmaßnahmen und Dreischichtsysteme nicht", so Müller. Er fordere deshalb klare Regelungen zur wirtschaftlichen Absicherung der Labore. Wichtig seien zeitnahe und konkrete Regelungen, damit Deutschland seine starke Position in der Sars-Cov-2-Diagnostik halten könne. Derzeit kommt Deutschland auf knapp zwei Millionen Tests, die USA auf 3,8 Millionen. Gemessen an den Einwohnerzahlen würde die Schweiz mehr Testungen vornehmen. 

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